Wintermärchen in der Grand Champagne

Unter diesem Motto hat jüngst das diesjährige Bankett der Brüderlichkeit unseres verehrten Lordregulators stattgefunden. Und was soll man sagen? Es blieb kein Kelch ungelehrt, kein Auge trocken, keine Ränke ungeschmiedet und kein Tanz gemeistert. Und weil dies schon immer so war, dachten sich die Feiernden, dass man jetzt auch nicht mehr anfangen muss dies zu ändern.

Warum den Kelch voll lassen?
Bretonische Getränke sind die besten im ganzen Land! Sie töten Dinge ab, die dort nicht hingehören, wie z.B. Äpplerbakterien oder überschüssige Hirnzellen, die nur im Konflikt zur bretonischen Lebensfreude stünden. So wurde das diesjährige Bankett präsentiert von Dégueulis, dem Kultbier aus der Aquitaine.
Dégueulis: Das würzige Allgebräu und Insektenvernichtungmittel Ihres Vertrauens seit 1198.

Warum Augen trocken lassen?
Der Bretone - und der Franke im Besonderen - ist schon immer ein sehr gefühlsbetonter, ja geradezu sensibler Mensch. Wenn man also eine bretonische Träne sieht, weiß man: Hier kehrt er sein Innerstes nach außen. Nicht selten folgt diesem Gefühlsausbruch eine Aufforderung zum Geschlechtsverkehr oder eine Kriegserklärung. Kenntnisse über eine Kriegserklärung auf dem diesjährigen Bankett liegen dem Courrier allerdings nicht vor. Nur die üblichen Streitereien.

Warum Ränke ungeschmiedet lassen?
Ränke sind das Salz in der Suppe eines jeden Banketts. Was dem Bauern die Elfenhatz, ist der Lady und dem Sire von Welt das Schwelgen in Allmachtsfantasien, den Ablaufplan eines möglichen Kastrierens des ungeliebten Bruders oder Vaters oder auch einfach das neueste Rezept einer Schierlingsbowle mit Spinatgeschmack.

Warum einen Tanz meistern?
Gerade hier zeigt sich jedes Jahr aufs Neue das Talent und die Eleganz der bretonischen Sires, jeden nur erdenklichen Fehler auf der Tanzfläche zu begehen. Da macht ihnen keiner etwas vor! So auch in diesem Jahr. Jedoch wird der Bretone dabei nicht verbittert, böse oder traurig, denn Traditionen haben einen hohen Wert in dem schönsten aller Länder. Das haben auch die Ladies mittlerweile verinnerlicht, sodass darüber eher Groß- und Langmut anstelle von Missmut regiert. Man freut sich vielmehr, wenn dem ersten Sire eine korrekte Schrittfolge gelungen ist.

Und nun zum Abschluss wieder unsere Lebensweisheit des Monats:

Auch wenn alles Gute von schräg rechts kommt, stinkt der Fisch vom Kopf her. Hieran zeigt sich entsprechend, dass das Schwein von heute der Schinken von morgen sein muss.





 
 

 

 

 

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