Um das fürstliche Wort durchzusetzen und sich gegen weitere unerwartete Angriffe auf den Reichsverband zu schützen, unterhält Richard von York trotz erheblicher Kosten neben seinen Vasallen ein stehendes Heer, das besonders in den letzten 6 Jahren unter Schirmherrschaft des ehem. Heerführers Vincent de Castello de Bahia drastisch gewachsen ist, da innenpolitische Querelen und die außenpolitischen Bedrohungen im fernen Osten immer schwerwiegender zu werden scheinen. Um den Dienst im Heer attraktiver zu gestalten und somit mehr freiwillige Berufssoldaten rekrutieren zu können, genießen die Soldaten gewisse Sonderprivilegien. So werden diese voll verpflegt, die Ausrüstung und Uniformen gestellt und dazu erhält jeder Rekrut wöchentlich einen Stern. Manch verarmter Ritter, der all dies selbst stellen muß, hat deshalb schon mit dem Gedanken gespielt, dem Heer beizutreten. Jünglinge ab dem 15. Lebensjahr haben in Mentarien die Möglichkeit, die Kriegerakademie zu besuchen und sich im Kampf, im Reiten und auch im Rechnen ausbilden zu lassen. Nach ihrem Abschluß bekommen sie eine Waffe geschenkt und können in die Armee eintreten oder sich zum Reservisten melden. Auch diese Reservisten bezahlen weniger Steuern und werden höher angesehen, können aber jederzeit einberufen werden.

Mehr als 5000 Bretonen stehen mittlerweile in den Garnisonen der größeren Städte unter Waffen. Die Befestigungsanlagen an den Grenzen sind mit insgesamt 13.000 Mann besetzt. Die fürstliche Marine von 19 Kriegsschiffen patrouilliert ständig an der Küste Bretoniens, denn trotz Anerkennung der Autonomieerklärung des Reiches durch England, hegt man gegenüber den Verwandten großes Mißtrauen. Schließlich haben die Jahrhunderte der andauernden Kämpfe zwischen Schottland und England eines gezeigt: Zwischenzeitlich gemachte englische Zugeständnisse und Versprechungen wurden oft später wieder gebrochen, welches zu einem noch stärkeren Zusammenhalt zwischen Schottland und Bretonien geführt hat. Einzelne Flottenmanöver werden auch vor der Küste Phoenixwaters abgehalten, denn der Reichsverband hat sich zum Schutz der dortigen Häfen der Phoenix-Company verpflichtet. Nach der Belehnung des Vinländers Sir Frederic von Wolfengrund mit der Markgrafschaft Aredroc ist eine auch qualitative Erneuerung der Bretonischen Flotte in greifbare Nähe gerückt.

Der Palastwache des Fürsten gehören 300 Elitesoldaten an, und das Reich unterhält zudem eine Armbrustarmee von 1110 Mann, welche, ob ihrer langjährige Ausbildung und immerwährenden Übungen weithin gefürchtet, die tödlichste Einheit des Reiches bildet. Zusätzlich zu diesem stehenden Heer sind in Kriegszeiten schätzungsweise weitere 45.000 Krieger abkömmlich.

In der Markgrafschaft Mentarien findet sich ein stehendes Heer, welches etwa 400 Berittene, 6.400 Landsknechte, 1.000 Kämpfer der Waren und 6.000 Mann Landwehr (Reservisten) umfaßt. Wenn es also zum Krieg kommen sollte, dann kann Mentarien mit etwa 13.400 Kriegern und 400 Rittern antreten - wovon aber eigentlich mindestens 5.400 zur Bewachung des Landes zurückbleiben müßten. Zu Wasser kann Mentarien mit zwei großen und drei kleineren Kriegsschiffen aufwarten, die in Friedenszeiten die Küsten und Handelswege bewachen.
Diesem Heer angehört das 1.500 Fußkrieger und Reiter starke Großbanner der Dragentrotzer; der Rang des Banneroberst ist Erbtitel der Markgrafen. Ihren Namen erhielten sie im Jahre 808 (bzw. 228 ndE) im Zusammenhang mit der Bezwingung des unheilvollen Drachen Schlinger (siehe Gerüchte und Legenden).