Im Bretonischen Reichsverband herrscht Religionsfreiheit, solange deren Ausübung vom "House of Lords" bzw. vom Fürsten nicht durch ein Edikt verboten wurde (ein Schicksal, was vor allem zerstörerischen und finsteren Religionen droht). Die bekanntesten Glaubensrichtungen sind:
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Vor der Jahreswende zum Jahre 1200 ist der Glaube an das Kreuz im Bretonischen Reichsverband wohl weit verbreitet, über ein Drittel der Gläubigen beten zum Kreuz als dem Symbol des Heils durch die göttliche Gnade. Indes hat sich das Kreuztum in dem Klima der Religionsfreiheit und vor dem Hintergrund einer fehlenden Staatsreligion anders entwickelt als etwa in Burgund, wo das Königtum dem Kreuz anhängt. Die Kirche ist viel weniger in die weltliche Machtausübung eingebunden. Der hohe Klerus unter Kardinal Hieronymus, Erzbischof von Reims, ist kaum offiziell mit mundanem Besitz von der Krone belehnt worden, auch die großen Orden von Heiligen Herrn (Saint-Dominus) und die Wohllehrenden (Benedocenti) erhielten ihre Klostergründe nicht als Schenkungen aus New York, sondern erarbeiteten sich das Land.
Die Kreuzkirche ist nichtsdestotrotz eine sehr wohlhabende Kirche. Zum einen bringen sie im freien Wettbewerb um Land und Besitz eine überlegene Organisation ein, die sogar die Kaufmannsgilden (eh in diesem Punkte durch die Contra-Supremats-Akte eher benachteiligt) nicht besitzen. Zum anderen sind die Bretonen nicht geizig und viele Spenden fließen der Kirche zu. In Reims und Collossé befinden sich zu dieser Zeit Hochburgen der Kreuzkirche, nicht zuletzt durch die andachtsvolle Protektion der dortigen Earls. Die Kreuzkirche hat gelernt, daß in diesem vielgläubigen Reichsverband subtiles Vorgehen erforderlich ist, um Boden zu halten und zu gewinnen. Sie steht den anderen Glaubensrichtungen mit einer Art jovialem Primus-inter-Pares-Gefühl gegenüber. Damals fehlt ihr noch die breite Unterstützung, um sich über die anderen Glaubensrichtungen zu erheben. Allerdings gabt die Kreuzkirche sehr wohl zu erkennen, daß sie den Anspruch hat, zur Staatsreligion zu avancieren. Um dieses Ziel zu erreichen, verfolgt die Kirche verschiedene Wege.
Zum einen sucht sie die Nähe zum Volke. Überall in Bretonien sind mal kleinere, mal festungsartig ausgebaute Klöster verstreut. Die hier wirkenden Mönche sind sozusagen die "Basis" der kirchlichen Organisation. Sie stehen in regem Austausch mit den örtlichen Dorfbewohnern. Unter anderem richten sie Schulen ein und unterhalten diese. Aufgrund ihrer hohen Bildung ist es ihnen überdies möglich, die Kranken zu heilen und den Gesunden Wege aufzuzeigen, wie sie effektiver und produktiver arbeiten können. Ein Paradebeispiel bildet hierbei die Landwirtschaft; denn vielerorts ist es bereits zu einer Verschmelzung des von der Allgemeinheit genutzten Allmendelandes und der klostereigenen Felder gekommen, so daß Bauern und Mönche gemeinsam die Felder bewirtschaften.
Zum anderen war die Kirche zu dieser Zeit bestrebt, eine ernst zu nehmende politische und auch militärische Machtposition innerhalb des Reiches einzunehmen. In politischer Hinsicht versuchte sie dies, indem sie, vertreten durch den höchsten kirchlichen Würdenträger des Reiches, den Kardinal, regelmäßig an den "Houses of Lords" teil nahm und indem sie engen Kontakt zu den dem Kreuzglauben wohlgewogenen mächtigen Adligen Bretoniens hielt. Darüber hinaus ist sich die Kirche bewußt, daß politischer Einfluß oft nur durch militärische Stärke gewonnen werden kann. Daher war sie damals bestrebt, Kriegerorden zu etablieren, die zwar vielen Gegnern zahlenmäßig unterlegen sein dürften, aber infolge der strengen Disziplin und der Kraft ihres fanatischen Glaubens nicht unterschätzt werden sollten. Während einige dieser Orden der Öffentlichkeit (natürlich erst nach entsprechenden Aufnahmeprüfungen) zugänglich seien sollten, wird gemunkelt, daß es auch (zumindest einen) Orden gibt, der im Geheimen operiert. Näheres kann hierzu nicht gesagt werden, da die Kirche solche Gerüchte (natürlich) dementiert.
Kardinal Hieronymus und die damalige Kirchenobrigkeit predigte zu jener Zeit das Dogma des Neuen Weges, der Reimser Scholastik.
„Das jeder geistigen Natur eigene Gute ist nämlich das Glück. Da Gott nun erkennend ist, ist ihm also das ihm eigene Gute das Glück. Er verhält sich aber zu dem ihm eigenen Guten nicht wie etwas, das sich auf ein noch nicht erreichtes Gutes richtet - dies ist nämlich die Sache einer bewegten und in Potenz befindlichen Natur -, sondern wie etwas, was ihm das eigene Gute schon besitzt. Er verlangt also nicht lediglich das Glück, wie wir, sondern er genießt es. Er ist also glücklich!"
Thomas von Akwin
Das Klima der Religionsfreiheit hat ebenfalls die Theologie und den Theologenstreit beeinflußt. Das thomas'sche Axiom "Gott ist glücklich" wurde zu einem Kernsatz innerhalb der Reimser Scholastik; sicherlich nicht zuletzt, weil es naheliegt, in dem speziell bretonischen konfessionellen Umfeld Gläubige durch eine eher erfreuliche, denn harte, eher eine imposante, denn einschüchternde Selbst-Darstellung zu gewinnen. Der Glückliche Gott der Reimser Scholastik ist Verheißung, nicht Verbot. Gewiß, die Hölle ist kein angenehmer Ort, wie in Nebensätzen auch immer gerne betont wird...
Dem gegenüber standen die Sturmfelser Traditionalsisten. Sie predigten die Einzigartigkeit des einen Gottes und verdammten alle nicht kreuzgläubigen Glaubensanhänger als Ketzer. Die Traditionalisten setzen mehr auf militärische Stärke und Verbreitung des Glaubens durch das Schwert und die Verteidigung Gottes mit dem Schild, als die Scholasten, die die Konforntation mit Worten und der Diplomatie suchten.
Die damals sehr einflußreiche Reimser Scholastik wirft den Traditionalisten vor, daß "ihr" Gott intolerant, arrogant und über die Maßen streng sei, daß er das Recht des Stärkeren und das des Schwertes propagiere, wodurch er volksfremd und "unbretonisch" sei. Der "Kampf" zwischen diesen beiden Lehren wird derzeit mit wachsender Entschlossenheit an der theologischen Fakultät der Großen Universität zu Villeneuve und den Predigten ausgetragen. Allerdings waren die Traditionalisten vor 1200 auch untereinander zerstritten und konnten somit kein gemeinsames.
Dies ändert sich zum Jahre 1200. Sir Rurik Kardinal Jaehzorn I., Rundkreuz von der hohen Trutzburg kam zur Jahreswende vom Kreuzzug aus dem Heiligem Land wieder. Er war ein Traditionalist durch und durch. Und seine Erlebnisse auf dem Kreuzzug verstärkten seine Ansichten nur noch weiter. Er einte die Sturmfelser Traditionalisten und baute für sie eine imposante Klosteranlage in Bretonischen Blutsturmland auf, Kreuzzerstolz, und baute den Kreuzherren Orden auf, der als militärischer Arm für die Traditionalisten wirken sollte.
Kardinal Jaehzorn ging mit den Reimser Scholasten und besonders mit Kardinal Hieronymus ins Gericht. Er verlangte die Abkehr von dem „falschen Dogma“ und die Abdankung von Kardinal Hieronymus. Durch den Zuspruch in der Bevölkerung und teilen des Adels, sah sich Kardinal Hieronymus gezwungen zu reagieren und drohten seinem Kirchenbruder mit den bretonischen Reichsgesetzten. Diese Auseinandersetzung spitzte sich so zu, das es fast zu einem Krieg innerhalb der Kirche gekommen wäre, hätte es nicht der damalige bretonische Kanzler und Konsul Saint Morelle geschafft die beiden Kirchenmännern an einen Tisch zu bringen. Hier handelten die beiden einen Kompromis, genannt der Kardinalsfriede, aus. Hierbei wurde Sir Rurik als Erzabt Bretoniens eingesetzt und zum obersten und heiligsten Kreuzritter Bretoniens geweiht. Er sollte sich um die militärischen Belange der Kirche kümmern. Sein Orden die Kreuzherren wurde dafür zum obersten aller bretonischen Orden geweiht. Kardinal Hieronymus blieb indess das Kirchenoberhaupt und sollte für die geistlichen Belange der Kirche verantwortlich sein. Beide Kirchenmännern versuchten in der kommenden Zeit die unterschiedlichen Dogmen der Scholastik und der Traditionalisten zu einem Weg zu zusammenzufügen.
Zusammen organsierten sie die Kirche um. Der geistliche Arm wurde gestrafft und der militärische Arm zentralisiert. Die Kreuzgläubigen unter Waffen erhielten bessere Ausrüstung und die Wehranlagen wurden ausgebaut. So konnte das Kreuz in den folgenden 3 Jahren enormen Zuwachs erzielen und bedeutend Siege im Kampf gegen die Finsternis erreichen. Besonders Erzabt Jaehzorn zog oft für die Ziele Bretoniens und dem Fürsten Richard of York in die Schlacht. Er vertrat wie viele die Meinung, das Bretonien das Licht sei und der Fürst im Dienste des einen Gottes stand.
Nach dem House of Lords 1203 und der Entführung des Fürstes kam es zu einer erneuten Krise in der Kirche. Der Erzabt versuchte vergeblich den Kardinal zu finden. Dieser war urplötzlich vom Erdboden verschwunden. Niemand wußte wo er war. Gedrängt durch die Ereignisse, die die Kirche zu überrollen drohten, widerrief der Erzabt den Kardinalsfrieden und übernahm die Führung der Kreuzkirche als Kardinal Jaehzorn I.. Dies führte zu Spannung der beiden Hauptströmungen innerhalb der Kirche, den Sturmfelser Traditionalisten und der Reimser Scholastik. Da kamen Kardinal Jaehzorn die Kreuzherren unter Führung seines Bruders Großmeister Lekus Rundkreuz von der hohen Trutzbug zur hilfe. In einer Nacht und Nebelaktion besetzten sie Hochburgen der Reimser Scholastik. Die Bischofskonferenz wurde durch Kardinal Jaehzorn aufgelöst und die Struktur abermals in der Kirche geändert. Nun gab es einen Kardinal als Oberhaupt und zwei Stellvertreter. Großbischof Georg I. als geisterlicher Führer und Großabt Wieland als militärischer Führer. Durch die Verbindung der Reimser Scholastik und des Sturmfelser Traditionalismuses zu einer gemeinsamen Lehre und die Anerkennung anderer Glauben als Unterglauben des Kreuzes, schaffte es Kardinal Jaehzorn die Kriche wieder zu einen und zu stabilisieren. Nach der Neujahrsmesse 1204 gingen die beiden Lager geeint in die Zukunft. Gleichzeitig lehnt Kardinal Jaehzorn zur Zeit noch die Möglichkeit der Anerkennung des Kreuzes als Staatsreligion ab. Für ihn gibt es mit dem Bretonischem Weg nur die eine Religion und somit braucht man auch keine weiteren Legitimationen.
Die Theologische Lage
Reimser Scholastik
Vor dem Kardinalsfrieden hat vorallem die Religionsfreiheit die Theologie und den Theologenstreit beeinflußt. Das thomas'sche Axiom "Gott ist glücklich" wurde zu einem Kernsatz innerhalb der bretonischen Reimser Scholastik. In ihr wurde versucht Gläubige durch eine eher erfreuliche, denn harte, eher eine imposante, denn einschüchternde Selbst-Darstellung zu gewinnen. Der Glückliche Gott der Bretonischen Kreuzkirche ist Verheißung, nicht Verbot. Gewiß, die Hölle ist kein angenehmer Ort, wie in Nebensätzen auch immer gerne betont wird. Dieses Dogma breite sich speziell durch das bretonischen konfessionelle Umfeld aus. Einer der berühmtestes Vertreter war Kardinal Hieronymus. Seitdem er schwunden ist, vertritt Bischof Pierre von de Bergh diese Strömung.
Sturmfelser Traditionalismus
Die Vertreter dieses Dogmas betonten die Einzigartigkeit des einen Gottes und erklären alle andersgläubigen als Ketzer. Sie kämpfen für die Kirche an den vordersten Fronten für Bretonien und seinem Kamnpf gegen die Dunkelheit. Die predigen den starken Gott, der keine Schwäche oder
Die Leitsprüche ihrer geistlichen Führer Kardinal Jaehzorns ( Gott will es) und Großmeister Lekus (Gott mit uns) waren für sie Programm. Die Traditionalisten werden zur Zeit von Bischof Alexander von Karow vertreten.
Der Bretonische Weg
Zur Zeit ist die Kirche bestrebt Ihr Dogma des Bretonischen Weges voranzutreiben. In ihm beschreibt Großbischof Georg I. die Notwendigkeit der Stärke gegenüber Feinden und das man diesen mit Schwert und Schild bezwingen muß, bevor sie einen bezwingen. Gleichzeitig beschreibt es die Milde gegenüber seinen Schützlingen und das Bestreben der bretonischen Bevölkerung durch das erlangte Wissen zu helfen und zur Seite zu stehen. Auch erkennt diesen Dagma andere Glauben als Unterglauben des Kreuzes an. Begründet dadurch, daß der Eine nicht überall sein kann in Kampf gegen die Finsternis und deshalb seine Engel ausgeschickt hat, seine anderen Aspekte zu vertreten. So sehen die Vertreter dieses Bretonischen Weges die Herrin vom See als Gottgesandte an. Kritiker sehen darin aber die Allmächtigkeit des Einen Gottes beschnitten. Der Großbischof sieht darin allerdings die Allmächtigkeit des einen Gottes bestätigt, indem er einen Weg gefunden hat den Krieg gegen der Finsternis zuführen und sich gleichzeitig um seine Schutzbefohlenden zu kümmern.
Kardinal Jaehzorn ernannte auf der Bischofskonferenz 1204 dieses Dogma zum Leitfaden für die Kirche und verbreitet dieses Dogma des Bretonischen Weges um die Kirche zu einen und vorallem den Kampf gegen die Finsternis voranzu treiben. Da die Vertreter dieses Dogmas vorallen anderen Bretonien und dessen Fürsten als gottauserwählt wähnen und sich voll und ganz in den Diensete dieses Reiches stellen.
Mystik
Gleichzeitig ließ die Kreuzkirche zu, daß sich neben den großen Gruppen der Traditionalisten und Anhänger der Reimser Scholastik Ende des 12. Jahrhunderts in der Province eine neue Bewegung, eine eindeutige Gegenbewegung zu der rationalen Scholastik Villeneuver Prägung, bildete: die Mystik. Diese Glaubenstendenz ist jedoch noch zu jung und zu sehr im Fluß begriffen, als daß man sie genau charakterisieren könnte. Festzuhalten bleibt nur, daß sie eher volkstümlicher Natur ist und ihren Akzent wohl primär eher auf die Erfahrung des Glücklichen und Gütigen Gottes denn auf seinen Beweis setzt. Andererseits gibt es mystische Tendenzen, die sich der doch recht kommerziellen Haltung der offiziellen Kirche entziehen. Dies geschieht aber passiv und nicht in Form offenen Kritik. Dabei scheint es sogar vereinzelt zu Abspaltungstendenzen von der offiziellen Kreuzkirche zu kommen. Ein geistvoller Mystiker ist Maître Coindur.
Meister Coindur sprach zu einem armen Menschen: "Gott gebe dir einen guten Morgen, Bruder!" - "Herr, den behaltet für Euch selber, ich habe noch nie einen bösen gehabt!" Er sprach: "Wie dies, Bruder?" - "Weil ich alles, was Gott mir je zu leiden aufgab, fröhlich um seinetwillen litt." Er sprach: "Wo fandest du Gott zuallererst?" - "Als ich von den Kreaturen abließ, dort eben!" Er sprach: "Wo ließest du ihn, Bruder?" - "In allen lauteren, reinen Herzen." Er sprach: "Was für ein Mann bist du, Bruder?" - "Ich bin ein König." Er sprach: "Wo ist dein Reich, Bruder?" - "In meiner Seele." Er sprach: "Wieso, Bruder?" - "Wenn ich die Pforten meiner fünf Sinne verschlossen habe und ich Gott mit ganzem Ernst begehre, so finde ich Gott in meiner Seele, ebenso strahlend und froh, wie er im ewigen Leben ist." Der Meister sprach: "Wahr ist's, wer Gott in Wahrheit hat, der hat ihn an allen Stätten und auf der Straße!"
Die Kreuzorden
Die Orden unter der Fürhung von Kardinal Hieronymus, relativ ungebunden und zwanglos in ihrer Entfaltung, lehrten den Ackerbau auf dem Lande und in den Klosterschulen die Sieben Freien Künste.
Nach der Straffung der Orden unter dem damaligen Erzabtes wurde die Führung und das Walten der Orden organisiert und zentralisiert. So bekommen die Orden ihre Anweisungen nun direkt von der Bischofskonferenz. Viele kleinere Orden gingen zu der damaligen Zeit auch in dem Kreuzherren Orden auf. Die beiden alten großen Orden die Dominikaner und die Benedikiter wehren sich zur Zeit noch gegen diese Zentralisierung. In der Konferenz der Priore unter der Führung von Großmeister Lekus versuchen sie diese Straffung und in ihren Augen Entmachtung rückgängig zu machen. Die Kirche läßt sie zur Zeit noch gewähren, verlangt aber in Zukunft die Treue um im Kampf gegen die Finsternis stärker auftreten zu können, ohne sich um intere Konflikte Gedanken machen zu müssen.
Universitätswesen
An der Großen Universität zu Villeneuve lehren der Saint-Dominusaner Thomas von Akwin und der Benedocent Abalärd die Scholastik als eine rationalen Methode, göttliche Offenbarungen (vor allem die der Bibel) zu begreifen, tragen das Wissen der Zeit zusammen und machen sich Gedanken über Religionen an sich. Der Villeneuver Polytheismus, eigentlich mehr ein Gedankenspiel des Dominusaners, entwickelte sich daraus zu einem eigenen halbtheologischen philosophischen Modell. Währenddessen wird in Kreuzersstolz der Bretonische Weg mit Prägung der Traditionalisten gelehrt.
Die bretonische Kathedrale
Die Kreuzkirche hat seit jeher den bretonischen Fürsten ihre Bauhütten angeboten, um Symbole der Macht des Hauses York zu schaffen. Vorsichtig fühlten die Kardinäle und Erzbischöfe Klerikalen nach, inwieweit sich das Fürstentum auch überreden ließe, die Kathedrale als Mittel der Legitimation weltlicher Macht anzuerkennen, etwa als Grablege oder als Krönungsort. Zu diesem Zweck schufen ihre Baumeister erstmals Mitte des 12. Jahrhunderts in der Champagne kunstvoll gegliederte Kirchenbauten, die sich vom burgundischen Stil mit seinen Tonnengewölben und den antikisierenden Pfeilern weiterentwickelten, und die zudem die verschiedenen Aspekte des Kreuzglauben bretonischer Prägung vereinten.
Die wachsende Steilheit der Wände bretonischer Kathedralen, der Vertikalismus aller gliedernder Elemente zeigen einen auch räumlichen Drang zum Himmel, der von der ekstatischen Gottsuche der Mystiker geprägt ist. Die äußerliche Imposanz, die die Ehrfurcht des Betrachters weckt, drückt zugleich die Macht und erhabene Ferne Gottes aus, der die Traditionalisten nachhängen. Die Skelettbauten machen dicke Mauern überflüssig, mehrfach gebündelten Säulen übernehmen die Trägerfunktionen und erlauben riesige Glasfenster, durch die sichtbares Licht als Symbol des mystisch-göttlichen Lichts in weltlicher Farbenfreude die Kathedrale erfüllt. Diese Farbenfreude schlägt aber auch die Brücke zur anderen Gedankenwelt, der Reimser Scholastiks, und ihrem Glücklichen und Gütigen Gott. Zudem sind in den Farbenfenstern umgangreiche theologische Bildprogramme untergebracht wurden, ebenso wie in den Archivoltenbögen der tiefen Portale und den hohen Außenfassaden und Strebewerken jene Gestalten und Allegorien sich reihen, die der Scholastik als Zeugen ihrer Wahrheiten dienen: Propheten, Apostel, Kirchenväter, die Artes liberales, Tugenden und Laster, die Zeichen des Firmaments und die Arbeiten des Jahreslauf, welche die Klöster verrichten.

Paradebeispiel der bretonischen Kathedrale, in der sich das Kreuztum des Reichsverbandes sinnbildlich vertreten fühlt, sowohl in Philosophie als auch im weltlichen Anspruch, ist die Große Kathedrale Saint-Croix von Reims. Der Erzbischof von Reims war traditionell der Oberste Kleriker der Kreuzkirche im Reichsverband. Nachdem Kardinal Jaehzorn die Führung der Kirche übernommen hat, fand hier ein Bruch statt, da er nicht als Erzbischof von Reims fungiert. Weitere bedeutende Kirchenbauten neuer Richtung sind die Kathedrale von Laon (bei New York), sozusagen die Gründerkirche dieses Stils, und die Kathedrale von Colossé, welche bis zur Fertigstellung der Saint-Croix 1199 die höchsten Gewölbe und Türme bretonischer Kathedralen hatte. 1200 wurde die mächtige Klosteranlage der Traditionalisten, Kreuzerstolz im Lehen Bretonisch Sturmland erbaut.
Besonderheiten
Im Jahre 1204 wurde der Earl von Collossé, Sir Reginal front de Boeuf auf der Hochzeitsfeier von Trawonien und Kaotien ermordet. Aufgrund seiner Verdienste für das Kreuz und wohl auch der engen Verbundenheit des Kardinals und der Kirche zum bretonischem Adel, sprach
Kardinal Jaehzorn Sir Reginald seelig und erhob ihn in den Stand eines Heiligen. Seither gilt Sir Reginald als Sanct Reginald, Patron der Franken. Gleichzeitig rief der Kardinal einen Kreuzzug gegen Kaotien aus um den Mord an einen Heiligen zu sühnen.
Repräsentanten
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"Allvater, mein Gott, der du thronst in deiner himmlischen Feste, erhöre meine Worte:
Ich glaube an dich, der du bist der Herr allen Seins und du bist mein Fingerzeig zum Licht auch an dunkelsten Tagen;
Und deine Kinder achten auf all mein Tun und stehen mir in jeder Prüfung bei:
Hl. Daral, Beschützer der Oberen, Hüter von Recht und Ordnung, laß mich nach Gottes Willen leben;
Hl. Theol, Beschützer der Aufrechten, Hüter des ewig bindenden Schwurs, laß mich meine Feinde bezwingen;
Hl. Sania, Beschützerin der Schwachen, Hüterin der Liebe, laß mich den Reuigen vergeben;
Hl. Reonald, Beschützer Magi, Hüter des Wissens, laß mich das Licht im Dunkeln erkennen;
Hl. Dariala, Beschützerin der Barden, Hüterin der Kunst, laß mich die Schönheit der Welt verehren;
Hl. Ambor, Beschützer der Gemeinen, Hüter der Arbeit Lohn, laß die Früchte meines Tuns gedeihen;
Auf meinem Weg durch diese Welt werde ich vielen Gefahren begegnen müssen, doch ich weiß:
deine schützende Hand liegt immer über mir, wohin ich auch immer gehen mag;
Und wenn ich einst sterbe und Aragus meine Seele vom Korpus trennt, so werde ich eingehen in dein Reich;
Ich werde an deiner Tafel speisen und für den Tag bereit sein, an dem du uns gegen die Horden der Dunkelheit zum Sieg führen wirst;
Dann wird das Paradies auf Erden wahr und ich werde die Früchte meiner Mühen ernten;
Dein Wille geschehe, in Ewigkeit, so sei es!
Das Bekenntnis an Heraldon
Das Areltum ist ein Eingott-Glaube an Heraldon, dem ein gutes Zehntel der Bevölkerung des Reichsverbandes anhängt, vor allem in der Reichsmarkgrafschaft Mentarien. Gott hat sechs Kinder, die auf das Geschick der Menschen achten, die Erzengel Daral (Sonne, Gesetz, Ordnung), Theol (Schwur, Ehre, Männlichkeit), Sania (Frieden, Liebe, Weiblichkeit), Reonald (Wissenschaft, Medizin, Magie), Dariala (Kunst, Musik, Freude), Ambor (Handwerk, Ackerbau, Viehzucht). Der Wächter der himmlischen Pforte heißt Aragus. Er trennt die Seele vom Körper und wägt das Schicksal aus. Der himmlische Bote ist der Adler Goldschwinge, durch ihn beobachtet Heraldon die Welt.
Seine Widersacher, die Herrscher über die höllischen Feste Gorm, sind Korthan und seine Schwester Lesharena. Sie sind die Fürsten der ewigen Verdammnis, die mit ihren Vasallen am Tage der letzten Schlacht gegen das Gute ziehen werden. Korthans Sohn ist Reißer (Ragon), Herr über die Balgwandler, und Lesharenas Sohn ist Siechquell (Sykiil), Herr aller Ratlinge. Korthans und Lesharenas gemeinsamer Sohn ist der Drache Schlinger. Wenn er erwacht, dann setzt eine neue Dämmerung ein.
Symbol des Areltums ist der Gral; das Schutzzeichen wird von der linken Brust zur rechten Hüfte, dann zur linken Hüfte und hoch zur rechten Brust gezogen.

Die Heiligen des Areltums
Gunter der Löwe wurde 891 (311 ndE.) heilig gesprochen. Er ist einer der größten mentarischen Helden gewesen (siehe was man so erzählt... / Mythen und Legenden) und nun Patron der Krieger. Laurentius wurde erst 1185 (605 ndE.) heilig gesprochen, er ist der Schutzpatron des gerechten Glaubens, besonders für Kleriker und unschuldig Leidende. Melinda vom Almberg wurde 1133 (553 ndE.) heilig gesprochen. Sie ist die einzige Frau, die es jemals in den Ritterstand geschafft hat. Sie war zu Lebzeiten eine barmherzige Edle, die dem einfachen Volke half, wo sie nur konnte, und Siegerin in einem wichtigen Ritterturnier. Die Heilige ist die Patronin der Frauen, besonders für die, die als Kämpferinnen und Heilerinnen ihr Leben für andere gefährden.
Die Kirche des Areltums
An der Spitze der Kirche steht der Patriarch. Dieser residiert in Gralsheim, der Hauptkirche des Areltums in Wandersheim. Er ist der Wächter des Glaubens und Hüter des heiligen Grals (die korrekte Anrede für den Patriarchen ist "Eminenz"). Er wird beraten von den Archonten ("Hochwürden"), die den vier Grafschaften vorstehen, wohingegen die vier Baronien von den Vikaren ("Ehrwürden") betreut werden. Leiter der Klöster sind die Äbte und Äbtissinnen ("Ehrwürden", "Mutter Oberin"). Vor allem die Klöster bilden, neben dem Kirchenzehnt, den jeder arelitisch Getaufte entrichten muß, eine wichtige Einnahmequelle der Kirche. Die Mönche bzw. Nonnen bilden die letzte Schicht der Geistlichen. Sie werden mit Vater (bei Älteren), Bruder (bei Gleichaltrigen oder Jüngeren) bzw. Mutter oder Schwester angeredet.
Zur Kirche gehören ebenfalls die klerikalen Orden: einmal "Der Orden der Faust Gottes", die lokale Inquisition mit Hauptsitz im Wehrkloster Lichtenfels in der Grafschaft Karlenberg, dann der "Der Orden der helfenden Hand", größter und karitativer Orden in der Reichsmarkgrafschaft und Verwalter der heilkräftigen Quelle des Mentar. Ferner die "Bruderschaft des Ambor", welche unter Schweigegelöbnis in ihrem Kloster Granbach das Graner Dunkelbier braut, und der Orden des hl. Laurentius, dessen Namenspatron, ein Abt der "Faust Gottes", sich für einen fälschlich als Ketzer Beschuldigten hinrichten ließ, worauf diese Kongregation sich soz. gegen die "Faust Gottes" gründete (und der einzige Grund, weshalb der Orden 1181 (601 ndE.) nicht exkommuniziert wurde - auf Antrag des Großinquisitors - war die gute Beziehung zum Patriarchen und dem Markgrafen).
Zu guter letzt der "Orden der Tempelherren", eine Bruderschaft zölibatärer Rittern, die bei der Verteidigung von Gralsheim im Jahre 808 (228 ndE.) entstand. Allein ihnen - damals nannten sie sich noch Ritterschaft des Herrn Daral - ist es zu verdanken, daß Gralsheim den dunklen Horden standhielt und daß der heilige Gral gerettet werden konnte, getreu der Devise: "Als erste im Gefecht, als letzte auf dem Rückzug! Heraldon will es!"
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Zur Kultur
Die Festlandkelten sind sehr viel "zivilisierter", als ihre Verwandten von den Inseln. Sie sind zwar auch gefürchtete und geehrte Krieger, beschäftigen sich aber mehr mit Kultur und Wissenschaft. Ihr Volk hat etliche große Handwerker und Künstler hervorgebracht. Sie erfanden das Rad, kein Schmied (Zwerge ausgenommen) macht bessere Kettenhemden und ihre Barden verehren sie wie "Priester des Gesangs". Zwar werden sie oftmals mit schiefem Auge angesehen, weil sie an den alten Göttern festhalten, dennoch respektiert man gleichzeitig ihr Festhalten an alten Werten wie Ehrlichkeit, Treue und Gastfreundschaft. Diebstahl und Verrat sind den Kelten fremd und zuwider, ihre übermäßige Großzügigkeit (wird der Gast nicht satt, so hungert der Hausherr) ist berühmt. Ihre Lebensart ist als offen und fröhlich zu bezeichnen, ihre Kleidung ist farbenfroh.
Zum Glauben
Die bretonischen Kelten sind wie alle Kelten nicht nur sehr religiös, sondern auch so etwas wie "abergläubisch". Kelten lästern ihren Göttern nicht. Nicht, weil es verboten wäre, sondern vielmehr aus panischer Angst, sie könnten bestraft werden. Die druidischen Bretonen beten wie alle Kelten einen schrecklich großen und kaum zu überblickenden Pantheon von Göttern an. Diesem Pantheon steht im Falle Eires gewöhnlich die große Mutter vor, die damit für alle Aspekte des Daseins steht. Auf dem Festland ist diese alte Einstellung inzwischen größtenteils - zumindest vordergründig - durch das von Belenos, dem Sonnengott, angeführte Patriarchat abgelöst worden. Alle weiteren Götter stehen jeweils gesondert für verschiedene Aspekte, die sich jedoch regional sehr stark unterscheiden können. Wichtig ist auf jeden Fall, daß der keltische Pantheon - anders als viele andere - nicht genau definiert ist. Man denkt sich keine Verwandtschaftsverhältnisse zwischen den Göttern aus, Halbgötter oder Kinder von Göttern sind sehr selten. Eine andere Auslegung des Glaubens und der Stellung einzelner Götter im Pantheon (wie z.B. zwei Dörfer weiter) wird akzeptiert, als sei es völlig normal (weil es völlig normal ist), aber gewöhnlich nicht übernommen. Jeder darf glauben, was er zu glauben gewohnt ist. Das macht die Kelten anderen Kulturen und Glaubensrichtungen gegenüber sehr offen, solange diese nicht die Existenz von Göttern im allgemeinen abstreiten oder ihnen gar ihren Glauben verbieten wollen.
Ein Kelte, der ein Gebet spricht, wendet sich meist an die Gottheit, die ihm am vertrautesten ist. In schweren Fällen legt er individuell und nach eigenem Gutdünken aus, welcher Gott für die fragliche Situation am ehesten zuständig ist. Traut er sich das nicht zu, wendet er sich an einen Druiden oder eine Priesterin.
Die Götter
Hier sind die wichtigsten Götter, in ihrer üblichsten Bezeichnung aufgeführt. Die Reihenfolge ist vage nach ihrer Macht geordnet. Die Beschreibungen sind kurz gehalten und nennen die wichtigsten oder häufigst verwandten Aspekte, für die sie stehen. Die Liste ist in allen Kriterien unvollständig!
Belenos: Der Sonnengott, nach dem sich die Sonnenkrieger benennen, Elitekrieger, die in Kriegszeiten ein Heer bilden, in Friedenszeiten Dörfer, Familien oder auch kleinere Regionen anführen, Verbrecher jagen und zu Gericht sitzen. Viele von ihnen lassen sich von einem Druiden ihrem Gott weihen. Belenos steht ebenso für das Feuer als universelle Kraft, für Krieg und den Krieger als Anführer, sowie für die Stärke des Willens und des Armes.
Teutates: Der Vater des Stammes schützt die Familien; der "Pragmat" unter den Göttern wird zu familiären Angelegenheiten (Hochzeiten, Geburten, Adoptionen) angerufen.
Taranis: Der aufbrausende Herr der Naturgewalten ist verantwortlich für Donner, Blitz, Sturm, Erdbeben, Fluten und Vulkane. Dennoch fürchtet man ihn nicht nur. Besondere Verehrung gilt ihm, da er den Menschen das Rad brachte (was die Festlandkelten nicht nur in der Kriegsführung ihren Feinden jahrzehntelang überlegen machte).
Brigit: Die freundliche, gute Göttin steht für alles Flüssige, damit auch für das Wasser und somit auch für die Ernte und die Feldfrüchte im allgemeinen. Daraus ergibt sich wieder ihre Stellung als Ernährerin und Herrin der Gastfreundschaft. Zudem kann sie um Heilung angerufen werden.
Mannanan: Der Herr aller Wasser herrscht über große Seen, Flüsse und natürlich die Meere. Er ist der Vater aller Nök und Nymphen, so weise wie Belenos, doch auch so unbeherrscht wie Taranis.
Epona: Die Pferdegöttin wird in allen Pferdefragen (für ein ehemals nomadisches Volk überaus wichtig) belangt. Zudem ruft man sie um Schutz auf Reisen an.
Der Cromm: Das "schuppige Ungeheuer" bringt Krankheiten und Seuchen und ist Verantwortlich für alles Böse. Das Monster, der Verschlinger ist das zerstörerische Ende des Kreislaufs des Lebens.
Cernunos: Der gehörnte Waldgeist, war ursprünglich der Diener, dann der Gemahl der Großen Mutter. Steht für alle übernatürlichen, unerklärlichen Phänomene. Herr des Grenzbereichs zur Anderswelt.
Lyr: Als Volk von großen Künstlern haben die Kelten auch einen Gott der Musik und Poesie. Bei allen Festen anwesend, liegt sein Schutz auf allen Sängern und Dichtern. Er hilft bei allen Zaubern, die durch Lieder der Macht gewirkt werden.
Ohgam: Der Gott der Lehren brachte die Schrift. Beschützer der Wissenschaft und des Wissens. (sprich: "Oum")
Die Symbolik
Neben ihren Göttern ist den Kelten auch eine starke Symbolik, mit der sie den Weg der Dinge in der Welt zu erklären versuchen eigen und wichtig. Gerade auf dem Kontinent ist hier das Triskel zu nennen, das viele der wichtigsten dieser Symbole in sich vereint.

Obwohl die große Mutter noch immer von vielen als Göttin angesehen wird, wird sie gewöhnlich nicht als solche verehrt. Ihre Stellung als erschaffender Ursprung ist jedoch nicht aus der Deutung des Triskel wegzudenken. Sie wird dargestellt durch die dreiteilige Fischblase, aus der alles entsteht und in die alles zurückfließt. die Wellen, die dadurch geschlagen werden, stehen für die drei keltischen Elemente Erde, Wasser und Luft, aus denen alles zu gleichen Teilen besteht.
Deutlich wird hierbei, daß den Kelten das Feuer nicht als Element gilt. Vielmehr wird es als Kraft angesehen, die - kontrolliert - gibt, außer Kontrolle jedoch verschlingt.
Totenkult
Anders als ihre Verwandten auf den mittelländischen Inseln, verbrennen die keltischen Bretonier ihre Toten nicht, sonder bestatten sie in einer tiefen Grube mit reichen Gaben, mittels derer der Geist des Verstorbenen sich einen hohen Platz in der Anderswelt erwerben soll. Als solche Grabbeigaben können Waffen, Schmuck, Luxusgüter aus edlen Metallen und Glas, sowie geprägte Münzen und Edelsteine verwendet werden. Auch bunte Kleidung und selten sogar Möbelstücke finden Verwendung
Kopfkult
Während die Iren und viele Schotten und Waliser die Köpfe ihrer erschlagenen Feinde konservieren und aufbewahren, werden auf dem Festland die Schädel der wichtigen Ahnen der eigenen Familie aufgehoben und als sogenannte "Hausgötter" (mehr eine Art Schutzheilige) verehrt. Daher gibt es keine größere Ehre, die man einem Familienmitglied erweisen kann, als daß man seinen Leichnahm ohne Kopf bestattet.
Die Druiden, Barden und Priesterinnen
"Ferner gibt es Philosophen, die der Götterlehre kundig sind und in sehr hohem Ansehen stehen; man nennt sie Druiden. Auch hat man Wahrsager, denen man ebenfalls viel Ehre erweist. Sie sagen aus dem Vogelflug und aus der Opferschau die Zukunft voraus und haben das ganze Volk in ihrer Gewalt. [...] Es ist ... gebräuchlich, daß sie kein Opfer ohne einen ihrer Weisen verrichten. Denn sie sagen, man dürfe den Göttern die Dankopfer nur durch Diejenigen bringen, die mit ihrem Wesen vertraut seien und, so zu sagen, ihre Sprache verstehen; und durch Ebendieselben glauben sie erbitten zu müssen, was sie sich wünschen."
Diodorus Siculus
Druiden und Priesterinnen werden oftmals als "keltische Zauberer" bezeichnet. Generell ist den Kelten Magie aber suspekt. Durch den regen Kontakt der Festlandkelten mit anderen Kulture hat sich jedoch inzwischen eine gewisse Akzeptanz entwickelt. Somit mögen sie zwar keine Magier - vor allem nicht solche, die die Existenz von Göttern leugnen - , sind aber in vielen Fällen bereit, einige Gemeinsamkeit zwischen den Zaubern anderer Kulturen und den mystischen Fähigkeiten ihrer eigenen Druiden und Barden anzuerkennen.
Wann immer aber von "keltischer Magie" die Rede ist, kann es sich ohne Ausnahme nur um einen Irrtum handeln. Die Fähigkeiten der keltischen Priester sowie das Wirken ihrer Götter, Kobolde und Schutzgeister haben absolut nichts mit dem zu tun, was ein Kelte als Magie bezeichnen würde.
Die Druiden bilden die Spitze der keltischen Gesellschaft. Sie sprechen Recht, sorgen für Einklang mit den Göttern und bewahren die alten Geschichten. Doch kommt es nicht selten vor, daß man einen Druiden blau bemalt und in Kampfwut in der ersten Reihe einer Schlacht antrifft. Sozial den Druiden ähnlich angesehen sind die Barden als "Priester des Gesanges". Gemeinsam mit den Druiden beraten sie die Häuptlinge. Die Aufgabe einer Priesterin ist es, ähnlich wie die eines Druiden, der nicht säkularen Bevölkerung beratend und unterstützend zur Seite zu stehen. Doch kümmern sich viele Druiden - z.B. als Richter, Geschichtsgelehrter - eher um weltliche Angelegenheiten, während sich die Priesterinnen um die nichtweltlichen Dinge kümmern. Der Weg zum Druiden ist lang und voller Prüfungen. Diese Prüfungen bestehen nicht nur aus den immer und immer wiederholten Wissensabfragen, sondern vor allem auch aus der den Charakter formenden Verantwortung, die aus dem Bewußtsein der allgegenwärtigen Erwartenshaltung erwächst. Während dieses Weges verändert sich das Bewußtsein des Druiden. Sieht er seine Zeit gekommen und sich dazu in der Lage, kann er versuchen eine höhere Bewußtseinsstufe zu erlangen. Diese Bewußtseinsstufen sind zwar ein Spiegel seiner druidischen Macht, jedoch haben sie keine Auswirkungen auf den sozialen Status innerhalb oder außerhalb der Kaste.
Zum "Filid" wird der Druide durch Aufnahme in die Kaste. Er wählt die Art des Druidentums, der er folgen möchte: einen Aspekt des Daseins (Feuer, Heilung, Kampf etc.) oder eine bestimmten Gottheit; der großen Mutter und ihren drei Hauptaspekten jedoch dienen nur Priesterinnen. Diese Gottheit, bzw. dieser Aspekt sind von nun an Leitfaden für den Filid auf seiner ewigen Suche. "Vates" kann der Druide werden, wenn er sich sicher ist, einen CaerKrieger beraten, Rituale und Opferungen durchführen und neue Filid ausbilden zu können. Die höchste Bewustseinsstufe der Druiden nennt sich "Guatator". Er ist der Weise, der Bewahrer des Wissens und der Lehren, ein Wandelnder zwischen den Welten, der Anderswelt ebenso wie der Hierwelt zugewandt.
Die Druiden aller keltischen Stämme wählen aus ihren Reihen einen "Ollam", der die oberste Instanz aller Druiden darstellt. Dabei hat jeder Druide eine Stimme, ungeachtet seiner Macht und Bewustseinsstufe.
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"Da aber die Vielheit das Prinzip der menschlichen Glauben zu sein scheint; nicht in jenem Sinne, daß es eine Vielheit der Götter in einem Glauben, sondern eine Vielheit der Glaubensformen gibt, jedoch die Wahrheit in sich eine Einheit bildet, nämlich der von Bedeutung, Bedeutendem und Bedeutetem, müßte die wahre Religion zunächst jenen Widerspruch zwischen der Vielheit der Religionen und der Einheit der Wahrheit, welche jede der Religionen für sich beansprucht, auflösen. (...)
Es könnte die Lust vieler Religiöser, andere Glauben als Häresie zu bezeichnen, oder, subtiler, als Varianten der eigenen Art, hierarchisierend wie Baum zu Ast zu Zweig, oder gönnerhaft zu "tolerieren", deshalb vermessen dünken, weil in ihr eine Abschätzigkeit gegenüber an sich gleichartigen Geschöpfen der Welt erblickt werden mag, (...) Ebenso wie das Kind noch keine Ahnung vom Lesen hat, ist der Mensch zunächst religionslos (was nicht heißt, daß Jenseitiges nicht vor den Dieseitigen war) und hat solche a posteriori erlangt (jede Erkenntnis, auch die spirituelle, nimmt ihren Anfang von der (sinnlichen) Wahrnehmung: bevor ich an etwas glaube, muß ich dies erst erfahren, also war "ich" vor der "Erfahrung" und diese vor dem "Glauben"), so daß kein Mensch aufgrund von Glauben dem anderen wertig überlegen sein kann, so wenig wie durch die Sprache, das Wissen und dergleichen, die sich der Mensch nach und nach aneignet (...) aber so würde Religion hiermit als Ausdruck nicht nur einer gewähnten spirituellen, sondern auch ethnischen oder kulturellen Überlegenheit. (...)
Dies ist aber nicht Sinn der Religion: Religiöse Systeme sind Heilkonzepte, denn es gibt keine Religion, die ihre Anhänger schädigen will, selbst wenn dies anderen Religionen wieder so scheint: im Kern ist Wesen der Religion das Heil - was die Anhänger hier als das Beste für ihr Heil erfahren. (...) Selbst dort, wo keine große Wahl besteht, indiziert doch die Intensität der religiösen Betätigung auch die Rückanbindung an die individuelle Heils- und Wohlfahrtsvorstellung (...) Daher ist eine nach Ethnik oder Kultur gerichtete Unterscheidung gerade widersinning einer Religion, denn diese ist prinzipiell jedem Heilserfahrungsfähigen (also potentiellem Gläubigen) offen, und hier liegt das Paradox, daß sie aber zu einem ethnisch oder kulturell relevanten Kriterium wird, ja: werden muß. (...)
Wenn aber viele Religionen viele Systeme zum Heil beschreiben und viele Zeugnis für erfahrenes Heil ablegen, so geböte die Logik eigentlich folgendes: allen Religionen zugleich anzuhängen, da dies aber wegen der vielheitsbedingten discrepantiae der Systeme nicht möglich ist, würde der zweite syllogische Schluß lauten: sich jeder Religion in dem Maße zu bedienen, wie sich ein Arzt der Heilmittel aller Couleur bedient, wie er sie probat erfährt; ein jeder muß Arzt seiner Seele dadurch werden, daß er die Einheit nicht trotz, sondern in der Vielheit solcherart erreicht, daß er aus der Vielheit jeweils das selektiert, was er als für sich als das Beste erfuhr (...)
Und so er die Toten nach jenem Brauch bestattet, die Ehe nach jenem eingeht, aus dem Süden geistige Weisung für den Umgang mit fremden Besitz gewinnt und aus dem Norden die Liste dessen, was er speisen und trinken mag und was nicht, wenn er zu Mittag den einen Sonnenkult ob der Glorie verehrt, und des nächtens einen eigentlich als Mono-Gott manifesten, da er subjektiv den besten Trost im Dunkeln spendet, dann hat er die Einheit in der Vielheit begonnen und ist stets gewiß, von einem ekkletizistischen Standpunkt aus, die Wahrheit zumindest zu streifen (...) Dieses Konzept nennen wir Polytheismus!"
Aus der Summa Theologica des Thomas von Akwin
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Pargos, der Glaube des Handels
"Dein Zuhause ist dort, wo Dein Herz ist, aber die Sterne sind aus Gold gemacht."
Leitspruch des Pargos-Kultes
Pargos, der Gott des Handels und der Fruchtbarkeit. Seine Gläubiger (der Begriff ist beabsichtigt: da Pargos der Gott der Händler ist, werden diejenigen, die an ihn glauben, so bezeichnet) erklären, er sei der erste Sterbliche, der es vom einfachen Jäger zum Gott gebracht hat. Der Ursprung dieses Kultes ist rätselhaft, teilweise wird von den bretonischen Gläubigern gemunkelt, daß der Mann, der den Glauben ins Reich brachte, Thure der Schmied, eigens und eigenhändig von Pargos hierher entrückt worden sei. Das sonstige Pantheon, dessen Mitglied Pargos ist, ebenso wie die Lande, da sich die Sekte wohl ursprünglich bildete, sind mittelländischen Gelehrten und Kartographen unbekannt; die Pargos-Gläubiger machen aber auch kein sonderliches Aufhebens darum.
Als Kultort steht Colossé bestimmt an erster Stelle, dort befindet sich der Pargos-Tempel (eine Elle höher als die dortige Kathedrale!). Bedeutendste Persönlichkeit in Bretonien dürfte damit Arkas sein, der den Tempel leitet, und Thure der Schmied, als sein weltliches Gegenstück (das liegt an der Organisation des Ordens: Es gibt drei "Wege" des Glaubens, nämlich den finanziellen (Händler=Thure), den des Wortes (Arkas, Priester), und den der Waffe (Kämpfer), denn auch Priester brauchen Schutz). Sonstige Kultorte wären ansonsten jede Bank, jeder Markt (besonders der Fürstliche Markt von New York), selbst eine kleine Kaschemme an der Ecke...
Ein Beitritt für neue Jünger ist nur über ein bereits bestehendes Sektenmitglied möglich. Diese sind ohne weiteres am Symbol des Pargos zu erkennen: der begehrlichen, langnägeligen Hand, in welche 3 Münzen fallen oder welche 3 Münzen hochwirft, wie man's betrachten mag - ein Symbol, das die Gläubiger meist offen und stolz tragen. Die Münzen haben dabei eine tiefere spirituelle und philosophische Bedeutung, als uns meist unterstellt wird. Der gemeine Sterbliche mag darin nur den schnöden Mammon sehen, bei etwas tieferer Betrachtung jedoch ergeben sich völlig andere, schöne und wertvolle Zusammenhänge. Die Gläubiger des Pargos werden bei Interesse gerne darüber reden.

Das Buch Pargos
Die Lehren des Pargos wurden niedergeschrieben in altvorderer Zeit, da es noch keine gebundenen Bücher gab. Die erste Rolle berichtet, wie die Götter die Welt erschufen, die zweite davon, wie Pargos ein Gott wurde, und die dritte schließlich verkündet, was Pargos die Menschen lehrte. Dieses Buch Pargos erhalten seine Gläubiger, sobald sie in die Gemeinschaft der Gläubigen aufgenommen werden (angeblich zusammen mit einigen anderen schönen Dingen; aber man will doch nicht alles weltweit verbreiten... Geschäftsgeheimnisse...)
Rolle 1: Wie Pargos den Handel auf die Welt brachte
1 Als die Götter die Welt und den Himmel erschaffen hatten, bevölkerten sie die neuen Lande mit Gewürm und Gekräuch. Doch befanden sie, daß es ihnen an Bewunderung gebrach, und so kam der Mensch auf die Welt, zu ehren die Götter und ihr Schaffen.
2 Und die Menschen waren zufrieden mit ihrem Los. Die Götter ließen es ihnen an nichts fehlen, und es herrschte immerdar eitel Freude und überfluß. Doch der Göttervater Talamon erblickte unter den Menschen die Tochter des Darius, die hieß Cassandra und war von wunderbarer Schönheit. Und Darius wachte über sie, auf daß sich kein Mann ihr nähere.
3 Doch Talamon litt es nicht ohne sie, und so hieß er die Wassergöttin Ohruna, welche ihm einen Gefallen schuldete, ihr Element über den Landen auszuschütten, und sie nannten es Regen.
4 Und die Menschen wunderten sich und priesen die Götter ob des ersten Regens auf Tanebria. Talamon jedoch verwandelte sich in einen Regentropfen, und der argwöhnische Darius bemerkte es nicht. So gelangte Talamon zu Cassandra, und aus ihrer Vereinigung entsprang ein prächtiger Bub, den nannte sie Aeron. Und jener gedieh prächtig, denn Talamon wachte über ihn.
5 Als ihm denn der Bart schon dicht stand, litt es Aeron nicht mehr am Herde der Mutter, und er brach auf, jene Abenteuer zu erleben, die zu erzählen sein Oheim Darius an den kalten Winterabenden nicht müde wurde. (...)
7 Und die Tochter des Ariet war eine wunderschöne Jungfer, und Karina hieß sie. Sie war dem Jüngling gar zugetan, und Ariet versprach ihm die Hand der Tochter. Doch arglistig war sein Ansinnen; hatte er doch vor, den strammen Aeron dem Drachen zu opfern.
8 Und siehe! Aeron überlistete Ariet, und nächtens floh er mit des durch einen Schlaftrunk Entschlummerten Tochter. Die Jungfer vermochte es, den Drachen zu betören, und so stahl Aeron den Schild. Seite an Seite verließen die Liebenden das Land, und Talamon segnete ihre Verbindung mit einer Tochter, und Tara ward sie geheißen.
(...)
12 Und als er seinen Wegesack auspackte, sah Pargos den goldenen Schild, der eben darin war, und das Verlangen wuchs in ihm. Und er schnitt ein kleines Stück vom Braten und sprach: Ich gebe dir den Braten bis auf dieses kleine Stück, mit dem will ich meinen Hunger stillen. Doch muß ich in die Berge ziehen, wo die wilden Tiere hausen, also gib mir den Schild, den du hast.
13 Aeron besah den Schild, doch laut knurrte ihm der Magen vor Hunger, und von fern hörte er die Tochter weinen. Wohl mochte er sich vom Schilde nicht trennen, doch wollte ihm Pargos den Braten nur gegen jenen geben.
14 Und so gab er ihm den Schild zum Besitze, und empfing den Braten, der den Hunger aller stillte. Und Talamon sah, daß Pargos so den Handel auf die Welt gebracht hatte, und es erschien ihm recht. Und er segnete den Braten, auf daß er niemals zuende gehe. Und so hatten Aeron und seine Familie Essen für immerdar.
Rolle 2: Wie Pargos ein Gott wurde
(...)
5 Und als der Tag kam, da Pargos alt ward, da rief Talamon die Götter zum Rate und sprach: Sehet, wie jener mit namen Pargos die Lücke gefüllt, die wir im Schaffensdrang hinterließen. Er brachte den Handel auf die Welt, und ihr seht, daß es gut ist. Es ist jener nicht göttlichen Blutes, und doch wollen wir ihn aufnehmen in unser Pantheon als Pargos, Gott des Handels.
6 Und die Götter fanden, daß es gut war. Sie nahmen Pargos in Ehren auf. So ward Pargos der Gott allen Handels auf der Welt.
Rolle 3: Vom Wesen des Handels
(...)
2 So kam Pargos wieder auf die Welt, und Er traf Lars, welcher Geld verlieh. Und Er sagte ihm: Gib niemals Geld aus deiner Hand, wenn du nicht mehr wiederbekommst denn du gegeben. Und Lars sah, daß es gut war, und er nannte es Zins.
(...)
4 Pargos traf einen, der hieß Spal. Und Spal wollte einen Handel tun und bat Pargos um seinen Segen. Und Pargos sagte: Siehe! ich bin Pargos, der Gott des Handelns. Und wenn einer einen Handel tut, dann steht immer meine Segen über ihm. Doch Spal sagte: Aber wenn einer einen schlechten Handel tut? Da antwortete Pargos: Dann ist er dumm, und mein Segen gilt jenem, der geschickt das bessere Geschäft gemacht. Und Spal sah, das es gut war.
5 Dann kam Pargos in ein Land, in dem wütete der Kriegsgott Kumaron. Und Pargos traf einen, der hieß Ganao. Und der sagte: Pagos, hilf mir, denn die Zeichen stehen auf Krieg, und die Geschäfte sind nicht gut. Und Pargos sagte: Verzweifle nicht, denn Zeiten des Krieges sind gut für Geschäfte für jenen, der geschickt ist.
6 Pargos kam in ein Land, in dem immerwährender Friede herrschte. Und er traf einen, der Faga geheißen wurde. Und der klagte: Pargos, in diesem Lande ist es so friedlich und einträchtig, daß die Preise schlecht sind und die Geschäfte nicht gut laufen. Doch Pargos sagte: Verzweifle nicht, denn zu Zeiten des Friedens ist gut Handel treiben für jenen, der geschickt ist.
(...)
8 Pargos traf einen mit Namen Algenib, der frug ihn: Pargos, ich will ein Geschäft abschließen, welches mir viel Gold bescheren wird. Doch ist es mit einem Dunkelelfen, der Anhänger des Salthar ist, dem Gott des Chaos. Und Pargos sagte: Wenn du einen Handel tun kannst, so frage nicht, welcher Gesinnung jener ist, mit dem du es tust. Denn wenn du ihn nicht tust, so tut ihn ein anderer. Und Algenib sagte: So belastet mich doch mein Gewissen, tue ich einen Handel mit dem Bösen. Und Pargos sagte: So erhöhe den Preis für den Handel zu deinen Gunsten, und es ist gut.
(...)
10 Pargos traf einen, der Ate hieß. Und Ate sagte ihm, daß er seinem Nachbarn den Garten graben wolle zur Gefälligkeit. Doch Pargos sagte ihm: Wem du zu Gefallen bist, der schuldet auch dir einen solchen. Doch verlasse dich besser nie auf die Dankbarkeit, denn sie ist flüchtig wie Schnee in der Sonne. Wenn du etwas tust, das anderen zum Gefallen sein soll, so nimm einen Tribut für deine Mühe. Und Ate tat es, und es ward gut.
11 So traf Pargos den Bärtram, der ihn frug: Sage mir, Pargos, wenn einer eine Fabrik hat und viel Geld verdient, und ein anderer, der nichts denn seine beiden Hände besitzt, welcher von ihnen ist dir der liebste? Und Pargos sagte: Nicht jener, der viel Geld hat, ist mir der liebste, sondern jener von beiden, der all seine Kraft in den Handel hineinlegt, der ihm möglich ist. Und Bärtram sah, daß es gut war.
So endet, was überliefert wurde aus altvorderer Zeit.
Beherzige, was der Gott Dich lehrte!
Dein Zuhause ist dort, wo Dein Herz ist, aber die Sterne sind aus Gold gemacht."
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"Astarte ist die, die die Natur nicht schuf. Astarte blickte auf die Erde und sah, daß die Welt grau war. Astarte gebahr vier Söhne- Aeron, Maduk, Agur und Gibil - und die Elemente waren geschaffen.
Doch es gab weder Tag noch Nacht, weder Hell noch Dunkel. Keine Farbe schmückte eine Blume, kein tiefes Blau zeigte die unendliche Tiefe der See. Keine gleissend helle Sonne wärmte die farblose Haut der Wesen, die die Erde bevölkerten, keine Finsternis umhüllte sie in wohliger Kälte. Es gab keinen Laut auf der erde. Graue Stille umgab Wesen und Pflanzen. Die Wesen der Erde kannten weder Glück nich Trauer, weder Freund noch Feind. Es gab keine Gefühle, keine Liebe und keinen Hass. Die Wesen der Erde, auf die Astarte blickte, wurden geboren, und dann starben sie.
Astarte sah, daß sie alles war, und doch hatte sie nichts.
So gebar Astarte die Söhne des Friedens. Und als Raneh geboren wurde, brach der erste Tag auf Erden an. Alles war bunt und erstrahlte im Lichte der Sonne. Wärme durchflutete die Wesen und Pflanzen. Doch es fehlte das Gleichgewicht. So rief Astarte Raneh zurück und die Sonne verschwand und die erste Nacht brach herein. Finsternis umgab jedes Leben und Laute und Gerüche durchdrangen die Welt. Und des gab Wesen, die ins Licht gingen und es gab Wesen, die sich mit Finsternis umhüllten.
Dann gebar Astarte Ninib und Magie durchflutete alle Dinge.
Doch die Wesen auf Erden waren ohne Seele - so gebar Astarte Sacor, der den Wesen ihre Seelen gab und sie bei ihrem Ende wieder nahm. Doch die Wesen hatten keine Gefühle - kannten keine Liebe, weil es keinen Hass gab.
Und so gebar Astarte ihre letzten drei Söhne - Ferret, Muscul und Awar, die Söhne des Krieges. Und si erhoben sich die Wesen des Lichtes und der Dunkelheit mit einem Aufschrei. Sie wurden von Liebe und Hass, von Mut und Furcht durchflutet. Und sie kämpften.
Und Astarte sah, daß sie die Welt nach ihren Vorstellungen geformt hatte."
Akronischer Schöpfungsmythos der Elfkreuzer
Als im Januar 1200 Miguel Don Pacos, Regent von Akron und Erster Elfkreuzer, von Richard of York zu einem Ritter des Bretonischen Reiches geschlagen wurde, gelangte damit auch der Akronische Glauben an Astarte in den Bretonischen Reichsverband. Wie weit er sich inzwischen verbreitet hat, ist ungewiß; indes munkelt man von einer größeren Astarte - Statue, welche in der Stadt Collossé, mitten in einem eher kreuzgläubigen, fränkischen Landstrich Aufstellung finden soll. Der Earl von Colossé, Reginald Front de Boeuf, ist allerdings auch gut mit Miguel Don Pacos befreundet. Das Lehen Miguel Don Pacos, zugleich Brennpunkt des Astarte-Glaubens im Reichsverband und Sitz der bretonischen Dependance des Ordens vom Elfkreuz, liegt, wie so viele Ordenslehen, in der Markgrafschaft Aredroc an der Grenze zur Akronischen Westküsten-Kolonie.
Astarte ist eine Göttin mit zwei Gesichtern: sie repräsentiert einen Dualismus, in dessen Widerstreit die Einheit und damit letztlich die Harmonie des Universums begründet liegt. Sie propagiert den ewigen Kampf zwischen Gut und Böse, wobei die Elfkreuzer einzig das lichte Gesicht Astartes verehren. Astartes Stern ist die Venus, die sich als Morgen- und als Abendstern zeigt (weswegen Astarte mindestens mit einem Morgen- und Abendgebet geehrt wird): den Elfkreuzer bedeutet sie hierbei eine weitere Dualität: als Göttin des Morgensterns ist sie Göttin des Krieges, die im Kampf gegen die Dunkelheit angerufen wird; als Göttin des Abendsterns verkörpert sie den Frieden, die Schönheit und die Liebe (bemerkenswert: der Hauptaspekt der Verehrung durch die Elfkreuzer).
Dem Orden angehören die Ordenskrieger, die Astartes Ruf, wider die Finsternis zu streiten, folgen, dann mannigfache Gelehrte, die den Orden mit ihrem Wissen unterstützen, und die Bewahrer, welche als Priester die Lehren Astartes verbreiten und hüten. Dabei gehen nicht alle Bewahrer denselben Weg der Verehrung: da Astarte die Söhne der Elemente - Aeron (Luft), Maduck (Erde), Ague (Wasser), Gibil (Feuer) - des Friedens - Raneh (Licht), Nibil (Magie), Sacor (Seele) - und des Krieges - Ferret (Metall), Muscul (Körper), Awar (Geist) - gebar, gibt es für die Gläubigen dementsprechend die Wege der Elemente, des Friedens und des Krieges.
Der Bewahrer eignet sich grundlegendes Wissen über die Wege an, verbringt eine Zeit als Wanderpriester, um sich zu orinientieren. Zu seiner Initiatenweihe wählt er einen Weg, den er soweit vertieft, bis er den Grad eines Adepten erreicht und dem gewählten Teilaspekt in Wissen und Charakter entspricht.
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"Die Götter nahmen etwas von der allgegenwärtigen Dunkelheit, und schufen daraus feste Materie und schufen daraus das felsige Antlitz der Welt, die restliche Düsternis weilt unter der felsigen Oberfläche, und lauert auf vereinzelte Durchbrüche. Aus dem allgegenwärtigen Licht formten die Götter Sonne, Mond und Sterne, und verankerten sie am Firmament. Doch einer der Götter hatte seine mißliebige Hand im Spiel, und der Mond verdunkelte sich von Zeit zu Zeit und es ward stockfinster. Und selbst die Sonne litt, wenn auch bedeutend weniger, unter dergleichen Missetat. Darüber erzürnten sich die Götter gegenseitig, und Sie beschuldigten sich gegenseitig dieser Untat. Durch diesen Streit zerklüftete sich die Oberfläche der Erde, als Blitze und Orkane über sie wüteten. Dann trat einer der Götter hervor, gebot Einhalt, und forderte Gerechtigkeit, der Schuldige ward jedoch nicht gefunden. Als die Götter sich der zerstörten Welt bewußt wurden, die unter ihnen lag, weinten sie bitterlich über die zerstörte Schönheit. Und so füllten sich die Senken mit Wasser und aus dem Schlamm krochen die ersten Fische heraus. Und dort, wo die Tränen über das Land flossen, wuschen sie die Formen der Lebewesen aus dem Felsen, die von nun an die Welt bevölkerten. Doch wieder weinte einer falsche Tränen, und aus dem Schlamm kroch ekliges Gewürm und an Land erwachten gräßliche Monstren zum Leben. Wieder entbrannte der Götterstreit, und wieder lauschten sie einem, der hervortrat, um den Streit beizulegen. Ultor der Gerechte ward er genannt und verkündete diese Worte: ADVERSUS OBSCURUM MALUM!
Bald waren die Götter gelangweilt von dem Vermehren und Sterben der Lebewesen, und sie ersannen neue Dinge. Sie sannen nach Lebewesen, die über Ihren Trieb heraus handeln sollten. Und so geschah es, die Götter warfen ihre Gaben, Hoffnungen und Sehnsüchte und noch mehr in eine Schale, einer jedoch gab unerkannt alle Schlechtigkeit hinzu. Sodann formten die Götter Mensch, Elf und Zwerg. Diese Saat gaben sie in die Welt, und so entschlüpften sie dem Boden. Doch einige waren gräßlich mißraten, es waren Orks, Oger, Trolle, Goblins und Echsen. Das Erschrecken der Götter war groß, wieder schlug der Plan fehl, und diesmal entstand ein großer Streit, jeder warf mißgünstige Blicke auf den anderen.
Einer jedoch stand abseits in den Schatten, sein Rücken gekrümmt, verzerrt und der Körper schüttelte sich krampfhaft, ein zuckendes Lachen durchfuhr ihn. Dieser versuchte sich zu verstellen, und leugnete die Tat, doch Ultor durchschaute ihn und die Wahrheit tat sich hell und klar vor ihm auf. Der Namenlose warf einen Blick des glühenden Hasses und entschwand. Ultor hingegen kann seither nicht mehr ruhen und muß seinen Erzfeind finden, um ihn für das Unrecht zu strafen, was er der Schöpfung antat. Aus seinem Versteck herraus schickt der Ungenannte seine Schergen, um die Welt zu verderben, aber die anderen Götter, allen voran Ultor unterstützt die Menschen, Elfen und Zwerge mit allen Kräften, um diesen Kampf zu gewinnen."
Schöpfungsmythos der Ultorianer
Der ultorianische Glaube ist nicht weit verbreitet im Reichsverband; es gib zwei Schreine des Ultor im bretonischen Reich, einer in den falckensteinschen Ländereien in Bretonien und einer in der Markgrafschaft Havre. Ultor ist der Gott der Gerechtigkeit, der Ordnung, der Vergeltung und der Rache. Er repräsentiert das Licht in der Schöpfungsgeschichte, welches im Gegensatz zu der Dunkelheit steht, welches durch das Chaos repräsentiert wird. Ultor führt einen immerwährenden Krieg gegen die Mächte des Chaos, um den Keim des Bösen auszurotten. Ultor, der Gerechte ist angetan mit weißer Gewandung, die fließend seinen Körper umgibt, in seinen kraftvollen Händen trägt er ein Schwert und eine Waage, die Zeichen der Gerechtigkeit. Doch sein Gesicht liegt im Sdchatten, denn Gerechtigkeit hat kein Gesicht, sie geht von jedem aus, der daran glaubt und voller stolz hernach handelt.
Das Zeichen der ultorianischen Kirche ist das auf der Spitze stehende Richtschwert, an dessen Parierstange sich eine Waagschale befindet. In dieser wird Recht und Unrecht ausgewogen.
Der Gläubige
Der Gläubige ist verpflichtet ein Teil seines Besitzes den Armen und Bedürftigen zu schenken. Allen von den Göttern geschaffenen Wesen ist Zutritt zu den Gläubigen gewährt, jedoch nicht die Mißgeburten, geschaffen von dem Ungenannten.
Alle rechten Wesen sind gleich voreinander und vor Ultor. Jedes Unrecht muß bestraft werden. Gauner und Betrüger sind der weltlichen Gerichtsbarkeit zu übergeben, Anhänger des Chaos und Schwarzmagier sind durch die Flamme zu läutern oder durch das Schwert zu richten. Orks, Oger, Trolle, Lemuren, Schattenelfen, Goblins und Echsen sind die Fußtruppen des Bösen mit dem Keim der Zerstörung in sich. Häufig heiligt der Zweck die Mittel, so ist sich erst der Hilfe des Meuchlers zu bedienen, um ihn danach zu richten (selbst schuld).
Jeder gerechte Gläubige hat Gerechtigkeit zu üben an Allen, die Unrecht tun an Unschuldigen. Wenn ein Dieb vor Meuchlern gerettet wird, so mag derselbe hernach trotzdem gerichtet werden. Der Gläubige soll keinen Hilferuf zurückweisen von einem Schwächeren oder zu Unrecht in Not geratenen Wesens, außer es hat selbst Unrecht begangen oder huldigt dem Chaos. Das Ziel des Glaubens steht höher als der Hilfeschrei von Normalsterblichen. Zerstöre das Chaos, wo du es findest, die Seele der Unschuldigen werden immer Gnade finden ! Als Waffe sei nur eine scharfe Klinge gestattet, denn nur sie ist die einzige Trennlinie zwischen Gut und Böse. Der wahre Gläubige Lebt in gottgefälliger Demut vor Ultor. Bekehrt werden müssen Ungläubige, um den Saat der Gerechtigkeit weit zu tragen. Der Gläubige muß ein reines Gefäß des Glaubens sein, Unreinheiten sind durch die Beichte oder die Geißel auszutreiben.
Das Ende
Am Tage der letzten Läuterung werden alle Seelen der gefallenden Körper aus dem Äther des Lichtes hernieder treten, um den Heerscharen der Dunkelheit gegenüber zu treten, dieses wird die letzte Schlacht sein, in der sich alles entscheidet.
Die sieben Orden
Der Orden des geflügelten Wortes: die Bekehrer der Ungläubigen. Prophet Barathäus
Der Orden der reinigenden Flamme: die Sucher der Wahrheit, verborgen im Dunkel. Wahrheit mit allen Mitten. Prophet: Tarquil
Der Orden des reinigenden Blutes: die Austreiber der Besessenheit; Dämonologen. Prohet:Jeseniel
Der Orden des Wissenden Geistes: die geistliche Elite, Wissen sammeln um den Feind erfolgreich zu vernichten. Prophet Marathenan
Der Orden der gnadenvollen Vergebung: die Helfer der Siechenden und Kranken, die Heiler. Prophetin Isidoria
Der Orden des gerechten Zorns: der Geheimdienst Ultors zur Unterwanderung und Entdeckung der Feinde der Kirche. Prophet: Deragar
Der Orden des reinigenden Schwertes: die Schwertbrüder, die Streitmacht des Lichtes. Prophetin Raundir.
Bekannte Persönlichkeiten des Ultor-Kultes
Der Priester "Namenlos"; er führte seinen eigenen Namen nicht, solange bis seine Queste erfüllt ist. Verstorben im Krieg um Aredrog.
Der Novize Tassilo von Armingstein, Knappe von Sir Falk von Falckenstein
Damaroque de Lion, Knappe von Lüdiger von Brabant
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"Am Anfang waren da vier Welten: Eisheim im Norden, Feuerheim im Süden, Erzheim im Osten und Windheim im Westen. Dazwischen lag das unendliche Loch des Chaos. In Erzheim wohnte der Riese Urfodr und in Windheim die Riesin Urbar. Eines Tages trafen sie sich und begannen voller Zorn gegeneinander zu kämpfen, da jeder dachte, er würde alleine herrschen. Urfodr bezwang Urbar und machte ihr zwei Kinder, die sie in ihrer Heimat zur Welt brachte. Diese wuchsen heran und bekamen ebenfalls Kinder. Urfodr und Urbar erkannten bald, daß ihre Nachkommen immer mächtiger wurden. Und dann kam der Tag, an dem der große Krieg der Kinder gegen die Eltern losbrach. So wurden Urfodr und Urbar von ihren eigenen Kindern erschlagen. Urfodr weinte eine letzte Träne, aus der Hernir entstand, und auch Urbar weinte eine letzte Träne, aus der Yrdis erwuchs. Hernir zog sich nach Erzheim zurück, wo er die Dunkelalben erschuf, und Yrdis erschuf in Windheim die Lichtalben. Als sie sich eines Tages zum ersten male sahen, verliebten sie sich unsterblich ineinander. Gemeinsam schufen sie aus den vier Welten unser Manheim. Auch schufen sie Trollheim, die Heimat der Riesen und Ungeheuer, und Dornheim, die Heimstatt der Götter. Die Frucht ihrer zahllosen Liebesnächte aber war der Mensch ..."
Das Dornentum ist der Glaube, dem vor allem die Warenstämme in der Reichsmarkgrafschaft Mentarien anhängen.
Die Dornen sind: Hernir (Der Göttervater), Wodnir (Arbeits- und Kriegsgott), Vagrar (Götterbote), Fioskir (Gott der Künste), Yrdis (Göttermutter, Fruchtbarkeit, Frau von Hernir), Nybari (Traum- und Nachtgöttin), Wyrdis (Weisheitsgöttin), Lofnertis (Liebesgöttin, Frau von Fioskir) Den Dornen dienen die Geringer und die Walmaiden. Die Geringer sind die gefallenen Helden, die in der Geringhall tafeln, bis die letzte Schlacht der Dämmerung beginnt. Die Walmaiden sind die Frauen, die in der Maidenhall wohnen und die Geringer bedienen. Sie geleiten die Toten nach Dornheim. So ist der Tod ist ein ständiger Begleiter im Leben eines Waren. Schon früh werden die Kinder daran gewöhnt, daß alles vergeht. Selbst die Dornen werden einst nicht mehr sein. So wird zwar um die Toten getrauert, aber jeder weiß, daß auf sie eine friedliche Existenz in Dodhenhall wartet. Ein Krieger muß im Kampf mit der Waffe in der Hand sterben, sonst bleiben ihm die Tore von Geringhall auf ewig verschlossen und er wird nicht an Hernirs Tafel sitzen, um auf die Große Dämmerung zu warten. Statt dessen kommt er nach Dodhenhall. Er ist nun kein Krieger mehr.
Feinde der Dornen sind Bölnir (Der böses Tuende, Vater der Balgwandler), seine Gemahlin Heltari (Die, die Feigheit, Krankheit und Zwist säht, Mutter aller Ratlinge) und ihr Sohn, der Drache Schlinger. Dieser unsterbliche Drache erwacht immer dann, wenn eine neue "Dämmerung" heranbricht. Unabhängig von Götter, Menschen und Dämonen sind die Althruden. Diese drei Frauen wissen um das Schicksal der drei Welten und ihrer Bewohner. Sie sind Wesen, die über allem stehen, jedoch nie eingreifen oder Stellung beziehen. Sie heißen: Gleibhilde (Vergangenheit), Heithrude (Gegenwart) und Grimhilde (Zukunft).
Die Priesterschaft der Dornen
Die männlichen Priester der Dornen heißen Goden. Sie sind hauptsächlich für die vier männlichen Götter zuständig. Die Goden sind für das Metritual an jedem Sonnabend verantwortlich - das Metritual ist eines der wichtigsten Rituale des Glaubens, denn nur durch den göttlichen Rausch kommt man Dornheim näher.
Die weiblichen Priester heißen Druden. Sie sind für die Göttinnen zuständig. Die Priesterinnen sind in der Heilkunde sehr bewandert, außerdem sind sie für den Fruchtbarkeitssegen bei der Eheschließung unablässig.
Der Hohepriester der Dornen ist der Alvogt. Alle drei Jahre kommen alle Priester zum großen Thing zusammen und wählen einen aus ihrer Mitte.
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Tempus ist der Herr der Schlachten, Gott des Krieges und der Schlachten, symbolisiert durch ein flammendes silbernes Schwert auf einem blutroten Schild. Tempus bevorzugt keine Seite eines Krieges. Er gewährt allen an der Schlacht beteiligten Parteien die gleiche Unterstützung, so daß es durchaus vorkommt, daß er den einen Tag die eine Seite unterstützt und am nächsten Tag die andere Seite. Dadurch wird deutlich das Tempus die Chaotisch Neutral Gesinnung hat.
Tempus ist es egal welche Gesinnung seine Anhänger haben. Hauptsache sie halten sich an seine Gebote und sind bereit für das zu sterben woran sie glauben. Der Herr der Schlachten liebt Essen, Trinken, Jagen und vor allem das Kämpfen. Er hat bis auf die Götter des Friedens keine Feinde. Jeder Gott sieht in ihm einen potentiellen Verbündeten. Vor großen Schlachten kann es sein, das er in der Gestalt eines menschlichen Riesen auftaucht, der in einem blutbespritzten verbeulten Plattenpanzer stehend auf zwei Pferden über das Schlachtfeld Reitet. Seine Arme und Beine sind ungerüstet und mit Wunden überseht. Er trägt ein großen Schwert. Er reitet auf der weißen Stute Veiros und dem schwarzen Hengst Deiros. Je nach Verlauf der Schlacht zeigt er sich der Siegerseite auf Veiros und auf Seiten der Verlierer auf Deiros.
Der Glauben an Tempus ist in den Mittellanden nicht sonderlich weit verbreitet. Das Zentrum der bretonischen Anhänger Tempus ist im Lehen des Ritters Falk von Falkenstein. Falk von Falkenstein ist selbst Anhänger des Tempus und der Glaube erfreut sich in Falkenstein immer größerer Beliebtheit.
Der Tempel in Falkenstein wurde als Trutzburg gebaut. Seit neuestem ist diese Feste auch Stammsitz des Ordens des Flammenden Schwertes. Den dortigen Priester obliegt die Ausbildung der Bevölkerung in der Kunst des Krieges. Zu diesem Zwecke ruht in Falkenstein samstags die Arbeit und jeder ist dazu verpflichtet, am Training teilzunehmen (selbstverständlich zahlt der Lehnsherr eine Entschädigung für entgangenen Verluste).
Glaubenssätze
Tempus gewinnt keine Schlachten - Tempus hilft seinen Anhängern Kriege zu gewinnen. Krieg ist gerecht, denn er ist für alle gleich. Entweder man stirbt oder man überlebt. Krieg sollte nicht gefürchtet werden, denn es ist eine natürliche Kraft der Lebewesen zu kämpfen. Die Anhänger von Tempus rüsten diejenigen für den Kampf, die es nötig haben. Sie sollten einem ausweglosen Kampf ausweichen, aber niemals des Kampfes wegen. Des weiteren sollen die Anhänger keinen Kampf vorzeitig unterbrechen, indem sie den gegnerischen Anführer gezielt töten, auf der anderen Seite soll der Kampf auch nicht unnötig verlängert werden. Die Anhänger sollen für das kämpfen, woran sie glauben. Sie sollen die gefallenen Ehren. Das wichtigste ist aber: sie sollen die Feinde nicht verachten, sondern respektieren, egal für welche Seite sie gekämpft haben, welcher Rasse sie angehörten, welches Geschlecht sie hatten und welchen Gott sie verehrten.
Tempus ehrt die Krieger, die ehrenvoll und heldenhaft kämpfen und es vermeiden, Tricks zu benutzen, wie das Zerstören von Wohnungen und das Töten von Familien. Genauso sollte ein Gegner nicht von hinten angegriffen werden (es sei denn, er hat eine riesige Übermacht). Seine Anhänger sollen sich bewußt sein, was sie mit ihrer Gewalt anrichten und nicht im Blutrausch sinnlos töten. Tempus lehrt seinen Gläubigen, daß Lebewesen mit spitzen Zungen und solche, die lieber flüchten, als zu kämpfen, schlimmer sind als die tyrannischsten Räuber und gröbsten Plünderer.
Anhänger des Tempus erkennen zwar die Notwendigkeit von Bögen, Schleudern und Katapulten auf dem Schlachtfeld an, achtet aber Schußwaffen nicht hoch. In einer vollkommenen Welt würde niemand solche feigen Gegenstände benutzen. Die Welt ist aber nicht vollkommen, dennoch wird kein wahrer Gläubige eine solche Waffe benutzen.
Tagesablauf
Die Priester Tempus sollen sich jeden Tag bewußt machen, daß ein Krieg nach Regeln abläuft, daß Respekt und Erfahrung, professionelles Benehmen und ein kühler Kopf dazu gehören. Er soll sich um die Leute kümmern und ihnen beibringen, sich selbst zu verteidigen. Des weiteren soll der Priester denjenigen die Gunst Tempus verwehren, die Kriegsverbrechen begangen haben, wie z.B. Töten von Unschuldigen und Vergiften von Brunnen und Quellen. Auch sollen ihre Namen überall bekannt gemacht werden.
Die Priester sollen auch die Namen der Gefallenen auf Grabsteinen oder in Gedenkstätten bewahren und diese in ihr Gebet mit einschließen. Des weiteren sollen die Priester die Waffen und Rüstungen von berühmten und Kriegern aufbewahren.
Heilige Tage/Wichtige Zeremonien
Eine wichtige Zeremonie ist das Beten zum Schwert. Dieses Gebet wird vor einem und nach einem Kampf getan. Es wird Tempus um Hilfe gebeten bzw. dafür gedankt, die Schlacht überstanden zu haben.
Alle 10 Tage wird das Fest des Mondes gefeiert, wo der Toten gedacht wird. Auch alle 10 Tage werden ein paar Tropen Blut (das Eigene oder das eines würdigen Gegners) zu Ehren Tempus auf das Schwert geträufelt.
Jeden Tag wird, wenn die Sonne am Höchsten ist, das Fest der Helden gefeiert und bei Sonnenuntergang das Fest der Gefallenen. Ferner gibt es regionale Feste an den Tagen, wo große Schlachten stattfanden.
Orden
Es gibt viele Orden, die Tempus verehren. Die zwei wichtigsten sind der Orden der Gebrochenen Klinge und der Orden des Stählernen Fangzahns.
Der Orden der Gebrochenen Klinge kümmert sich um die Verletzten und die Kriegsversehrten, die nicht mehr in der ersten Reihe kämpfen können. Der Orden des Stählernen Fangzahns ist der Elite - Kampforden des Glaubens.
Amtstracht eines Priesters
Die Priester tragen die gleichen zeremoniellen Kleidung, egal ob sie im Tempel oder auf dem Schlachtfeld sind. (Tempuspriestern ist das gleich). Sie tragen im Kampf getragene Rüstungen, die blutbespritzt sind. Üblicherweise benutzen sie einen Vollhelm, aber ohne Visier. In den wenigen nicht vom Krieg bedrohten Gebieten wird statt dessen eine Stahlkappe getragen.
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"Wir, die weder gut noch böse,
die weder Licht noch Dunkelheit
haben unseren Platz gewählt.
Denn wir sind die, die in der Mitte stehen.
Wir sind die, die alles in uns einen.
Wir sind die, die den Weg des Gleichgewichts gehen
um dort für Ausgleich zu sorgen.
Denn der Engel verpfändete sein Leben für die Schöpfung
und so wie er die Hand Yol's ist,
so ist es unsere Pflicht die Seine zu sein.
Weil wir diese Berufung wählten,
ist es nun unsere Aufgabe, die wir zu meistern haben.
IN NOMINE ACHENARIS!"
Schlußworte des Arverensus (Zitat aus der Achenarmesse)
Seit kurzem in der Markgrafschaft Aredroque mit einem Ordenslehen vertreten ist der Orden des Achenar, ursprünglich aus Trawonien.
Achenar - Der Orden der Friedensbringer
Plötzlich bildeten sich wie aus heiterem Himmel Tore aus dem Nichts. Es war soweit, Barghaan hatte seine Prophezeiung wahrgemacht. Er wollte Chaos und Tod über das Land bringen, es verfluchen und vernichten. Übelste Kreaturen krochen aus den Toren, heraufbeschworen aus der Unterwelt. Unter ihren Heerführern versammelten sie sich zu riesigen Armeen und in nur kurzer Zeit hatten sie das ganze Land verwüstet. So weit das Auge reichte gedieh keine einzige Pflanze mehr, die Menschen litten an sonderbaren Krankheiten und der Himmel wurde rot wie Blut. Es war auch am Tage finster und düster und niemand konnte Barghaan und seine Diener aufhalten. Sogar die kräftigsten Krieger wurden immer schwächer und kränker.
Doch auch die guten Götter waren zu dieser Zeit nicht untätig, und so ergab es sich, daß sich Orden bildeten, welche Barghaan die Stirn bieten wollten. Der Orden des Kelches und des Schwertes war der erste und auch stärkste seiner Art. Unter dem Schutz Bahamuths wappnete er sich gegen die Schergen der Dunkelheit. Die Paladine, Kleriker und Krieger zogen aus, um die Tore wieder zu schließen. Man sagt, es waren fünf an der Zahl, und aus jedem stiegen noch immer unheilige Wesen empor. Als der Orden eines der Tore erreicht hatte, wartete dort bereits eine Armee des Schreckens, angeführt von Asmardin, und es kam zu einer gigantischen Schlacht. Die Krieger kämpften tapfer und mutig gegen eine Mauer aus Chaos und Haß. Inzwischen versuchten die Magier mit Hilfe der Götter das Tor wieder zu schließen, und wie durch ein Wunder gelang es ihnen den Tunnel zu versiegeln. Asmardin und seine Armee konnten zwar verbannt werden, aber er schwor blutige Rache, außerdem waren noch vier weitere Zugänge zur Unterwelt geöffnet. Die Kelche und Schwerter haben zwar viele gute Männer im Kampf verloren, zogen aber dennoch weiter aus, um die restlichen Tore zu finden. Zu dieser Zeit formte sich ein weiterer Orden, der sich zum Ziel setzte, alle noch verbliebenen Anhänger Barghaans und anderer dunkler Götter zu verfolgen und einer gerechten Strafe zu unterziehen, um den Frieden wieder herzustellen. Achenar, der Gott der Gerechtigkeit, des Friedens und des Mutes, gab jener Vereinigung seinen Segen, und gestattete ihnen Wunder in seinem Namen zu wirken. So nannten sie sich von nun an die Friedensbringer und erkoren das Zeichen Achenars - ein goldener Adler - zu ihrem Wappen.
Es kam zu einem unabwendbaren Krieg, bei dem die Friedensbringer Seite an Seite mit Kelch und Schwert gegen das Chaos in die Schlacht zogen. Viele Männer sind gefallen, doch andere kamen nach, um an ihre Stelle zu treten. Sogar die Götter griffen ein, um eine Niederlage abzuwenden. Nach etwa 100 Jahren war der Krieg gewonnen und alle Anhänger Barghaans verbannt, getötet oder in Kerkern eingemauert.
Nachdem Barghaan und seine Armeen geschlagen waren und seine Anhänger in den Kerkern um Gnade winselten, war die Aufgabe der Friedensbringer nahezu vollbracht. Es gab bis auf den Erhalt des Friedens keine wirkliche Existenzgrundlage mehr für den Orden. Nur noch Auserwählte wurden in den Dienst Achenars gestellt, während der Tod die Älteren zu sich nahm. So kam es, daß die Friedensbringer immer weniger wurden und im Moment nicht in der Lage sind, das erneut aufflammende Chaos nochmals einzudämmen. Es gibt zwar eine Reihe von geheimen Dokumenten und Reliquien von damals, doch nur der Herr des Friedens hat Zugang zu ihnen. Da dieser aber schon recht alt ist, werden die Friedensbringer wohl nicht mehr sehr lange bestehen können, es sei denn es erweist sich jemand als würdig an seine Stelle zu treten. Ansonsten kämpft der Orden genau wie damals für Gerechtigkeit und Frieden, ganz besonders aber gegen Anhänger von dunklen Göttern.
Theologie des Ordens
Yol ist Herr des Zwielichts, der Graue Drache, dessen Erster Engel und Vertreter in den Mittellanden Achenar ist. Auf dem Dienste an ihm beruht der Orden der Achenar. Sein Zeichen ist der Goldene Adler auf rotem Grund, Symbole: Waage, Grauer Stab. Farben: Grau, Gelb/Gold, Rot. Yol ist der Gottvater von Barghaan (Finsternis) und Bahamuth (Licht), wobei anzumerken ist, daß dieVerehrung Barghaans gegebenenfalls unter ein Verbotsedikt fallen dürfte.
Achenar ist damit der Hüter des Friedens und der Gerechtigkeit in der Welt. Diese wichtigsten aller Ziele, die es von den Kriegern dieses Ordens zu erhalten gilt, wurden schon zu Zeiten der Ordensgründung im Jahre xxx v. C. ( vor Chaos) von den obersten Paladinen in der folgenden Form interpretiert und angestrebt.
Frieden: Es gilt den Frieden der Welt dadurch zu erhalten, in dem das Gute gefördert und gestärkt, das Böse jedoch vernichtet und wenn möglich als oberstes Ziel ganz von der Welt verbannt wird.
Ob dieser Frieden nun zwischen verschiedenen Ländern und Rassen oder Glauben herrscht ist nicht von belang. In der Abgrenzung folgt der Orden im wesentlichen der Unterscheidung zwischen guten Göttern wie z.B. Achenar, Bahamuth oder auch Larina und den dunklen Göttern wie Baarghan oder Corne. Zur Wahrung des Friedens sind prinzipiell alle Mittel erlaubt, solange sie im Übereinklang mit den bestehenden Gesetzten des Ordens stehen.
Gerechtigkeit: Die Erhaltung der Gerechtigkeit zielt nicht auf den Ausgleich der Kräfte, den Ausgleich von Gut und Böse ab. Jedem Wesen soll in Abhängigkeit von seiner Gesinnung Gerechtigkeit widerfahren. Keinem Mitglied des Ordens ist es gestattet, ein Wesen hinterrücks zu meucheln oder durch Intrigenspiel, Verrat ober ähnlichem Schaden zuzufügen. Ausnahmen darf es nur bei ausdrücklicher Weisung des obersten Paladin geben. Jeder Ordenskrieger wurde so geschult, daß ihm sein Gewissen eine gerechte Beurteilung jeglicher Situation ermöglicht.
Als Leitfaden dienen hierbei die bestehenden Regelungen des Ordens.
Ordensgesetze für die Friedensbringer
§1. Es wird jedem Ordensmitglied als Pflicht auferlegt, unseres einzigen Herrn Archenars zu drei Zeiten am Tage zu gedenken. Dies geschehe in der überlieferten Form des Grundgebetes, welches lautet:
OH ACHENAR MEIN HERR UND GOTT,
ERHALTER DES FRIEDENS UND DER GERECHTIGKEIT,
GIB UNS DIE KRAFT DAS BÖSE ZU BEZWINGEN, IHM NICHT ANHEIM ZU FALLEN.
SCHÜTZE UNS VOR VERFÜHRUNG
UND FÜHRE UNS ZUM SIEG IN DEINEM NAMEN.
§2. Jene Mitglieder des Ordens, denen die göttliche Gnade der Magie zuteil wurde, sind verpflichtet jeder Anflehung um diese ein angemessenes Opfer darzubringen. Dies geschehe spätestens eine Woche nach der Zuteilwerdung der göttlichen Kraft.
§3. Es ist keinem Mitglied gestattet sich unrechtmäßig zu bereichern. So darf sich kein Ordenskrieger für Sold verdingen, kein Kleriker gegen Gold heilen etc. Alles Geld, was über das für den Erhalt des Lebens notwendigste hinausgeht, hat dem Orden zuzukommen und wird vom Schatzmeister verwaltet. Über die Verwendung hat allein der oberste Paladin zu bestimmen.
§4. Jedes Mitglied hat die Ordenshierarchie anzuerkennen und muß den Befehlen des Höhergestellten in jedem Falle folge leisten. Zuwiderhandeln wird je nach Schwere mit dem Ausschluß aus dem Orden oder dem Tode durch Enthaupten bestraft. Oberster Richter ist der oberste Paladin.
§5. Wird ein Ordenskrieger eines minderschweren Vergehens beschuldigt, so obliegt die Wahl der Strafe seinem Vorgesetzten. Diese sollte sowohl eine körperliche Züchtigung, als auch eine Rückbesinnung auf die Werte des Ordens beinhalten.
§6. Kann die Schuld nicht eindeutig festgestellt werden, so wird ein Gottesurteil in Form eines Zweikampfes zwischen zwei gleichwertigen Kriegern des Ordens stattfinden.
§7. Ist die Vernichtung eines erwiesen bösen Gegners in einem offenen und gerechten Zweikampf nicht möglich, so kann unter Absprache mit dem Vorgesetzten eine Ausnahme gemacht werden.
§8. Im Falle eines offenen Angriffs gegen den Orden Archenars tritt Gesetz 7 außer Kraft. Der Gegner ist mit allen Mitteln zu vernichten.
§9. Jedes Mitglied muß bereit sein, im Notfall das eigenen Leben zugunsten des Ordens zu opfern, um ein Fortbestehen desselbigen zu ermöglichen.
§10. Es darf keine der beiden Streit oder Kriegsparteien zu Unrecht verurteilt oder verfolgt werden. --Die Gerechtigkeit ist der sicherste Weg zum Frieden.--
§11. Der Frieden kann auch durch Gewalt erzwungen werden, insbesondere wenn der Friedensbrecher eine Kreatur der Unterwelt ist.
§12. Es darf niemals grundlos Gewalt angewandt werden, es sei denn Kriegszeiten erfordern es.
§13. In Friedenszeiten darf ein Gegner nur im offenen und ehrlichen Kampf besiegt werden. Es obliegt dem Ordenskrieger zu entscheiden, ob ein Wesen Archenar beleidigte oder nicht.
§14. Eine Herausforderung wird in jedem Falle angenommen und durch einen Zweikampf entschieden. Dieser kann bis zum Tode eines Gegners ausgefochten werden.
§15. Der Orden lebt in der Regel nach den Gesetzen des Landes in dem er sich gerade befindet und verteidigt diese, sofern sie nicht in Grundsätzen gegen den Orden verstoßen.
Aufgaben und Ziel des Ordens
Die Jünger Achenars sind in erster Linie Hüter des Wissens, was bedeutet, daß jede Chronik und jedes Fragment Wissen gesammelt, restauriert und interpretiert wird. Die Geschichte lehrte den Orden, daß die schlimmsten Kriege und Intrigen durch Unwissenheit entstanden sind.
Als Diener Yol's ist es eine heilige Pflicht die Lehre des Ausgleichs in die Welt zu tragen, jedoch ohne Feuer und Schwert, sondern durch Vorbild und Beispiel, denn nur der, der dem Wissen Einlaß gebietet in die Kemenate seines Geistes kann begreifen, was das Sein eines jeden einzelnen bedeutet.
Krieg ist der Sumpf des Vergessens. Er verschlingt die Zivilisationen und Menschlichkeit. So ist eine weitere Aufgabe des Ordens Diplomatie, d.h. nur wenn jedes andere Mittel versagt wird Krieg geführt.
Die Ausgewogenheit ist wohl das wichtigste Prinzip. Ohne Licht kein Schatten. Aus diesen Grundsätzen definiert sich die Neutralität Achenars. Unsere undankbare, jedoch unabdingbare Aufgabe ist es die zu unterstützen, die vor der Unterdrückung oder Auslöschung stehen. Denn Gut und Böse sind bei weitem nicht das Maß der Dinge.
Unser Ziel ist nicht die Perfektion zu erringen, wie es in den Schriften Bargaahns und Bahamuths steht, sondern uns selbst und andere zu erkennen. Nicht nach Macht streben um andere zu unterdrücken, sondern den zur Macht zur führen, der geboren ist für diese Aufgabe. Ein jeder soll seinen Platz einnehmen dürfen für den ihn die Schöpfung vorgesehen hat.
Hierarchie im Orden
Viele werden jetzt Fragen, wer nun der wichtigste sei und wer in welcher Reihenfolge unter ihm stehe. So sei denen gesagt, das alle wichtig sind. Sollte man aber eine Hierachie schreiben, so würde diese lauten:
Oberster Paladin
Oberster Hohepriester
Paladine, Hohepriester
Ritter und Cleri
Ordenskrieger und Tempelcleri
Knappen, Soldaten, Gelehrte und Adepten
Rekruten und Novizen
Man darf aber nicht vergessen, daß die Priester für die geistliche Seiten stehen. Die Ritter stehen für den weltlichen Bereich. So wird ein Priester nie eine tragende Rolle in Thema Heerführung übernehmen. Dafür sind die Paladine da, bzw. die Ritter die unter ihnen stehen. Oberster Befehlshaber ist aber in allen Fragen der oberste Paladin. Dies gilt für die weltliche als auch für die geistliche Seite, falls der oberste Paladin keinen Heerführer bestimmt hat.
Die Cordiale der Engel
Zerschlagen scheint der Himmel, die Erde liegt in ihren letzten Zügen. Vom Kampf der Götter zeugt nur noch das Heer von Leichen. Mensch neben Elf, Dämon neben Engel, Kriegsherr neben Knappe. Sie bilden den Mantel, der die Erde zu umhüllen scheint. Gegangen sind die Götter und mit ihnen all unsere Hoffnungen... Immer noch hallen die Worte Yols in unseren Herzen: "SUCHT EUREN EIGENEN WEG, DENN EURE GÖTTER HABEN DEN IHREN GEWÄHLT! AN EUCH LIEGT ES, OB DIESER KAMPF NEU ENTFLAMMT!"
Yol! Vater allen Seins! Wer wird uns nun leiten in dieser dunklen Stunde? Bahamuth umschlang seinen Bruder und verschwand jenseits der Zeit. Aitharos liegt im Kampf mit dem Dijai Dan, bis die Götter zurückkehren werden. Und selbst seine Tochter Sheenalazaar scheint verschwunden. Wer soll uns nun aus diesem namenlosen Tal der Zeit herausführen?
Doch plötzlich fällt Licht auf meine Schriften und ich erhebe meinen Blick gen Himmel. Ein Riß zeigt sich im schwarzen Gefilde der Wolken. Die Sonne versinkt und goldenes Licht trifft auf die blutgetränkten Felder des Armageddons. So hell wie die aufkeimende Hoffnung in meinem Herzen schwebt ein Schiff aus purem Gold hinab auf die triste Heimat der noch Lebenden.
Bin ich tot? Hast DU, dem ich immer treu diente dich erbarmt und mich zu dir geholt? Es muß so sein, denn wie sollte ich es sonst verdient haben, deine Geschöpfe von Angesicht zu Angesicht erblicken zu dürfen. Federn aus Sternenlicht und Augen, die ihren untergehenden Bruder noch zu übertrumpfen scheinen. Majestätisch breiten sie ihre Schwingen aus, zeitlos, denn keiner vermag sie zu binden. Sie steigen hinab zu den Sterblichen, um sie zu richten? Oder sie in die ewige, die goldene Stadt zu führen? Nein! Der Erste von ihnen zieht sein Schwert.
Noch nie in meinem unsterblichen Leben sah ich solch ein Wesen. So strahlend und trotzdem von dunkelster Schwärze umgeben. Verwoben sind in ihm beide Seiten. Sowohl die Sterne der Nacht, als auch die Nacht sind an seiner Seite und für ihn erschaffen. Als Symbol uneingeschränkter Gerechtigkeit, trägt er die Waage. Doch ich kann nicht erkennen, welcher der Inhalt der Schalen ist, denn er ist nicht für unsere Augen bestimmt.
Wenn das Licht eine Stimme besäße, müßte sie so klingen, wie die Stimmen dieser wundervollen Geschöpfe. So hörte ich den Ersten sagen: "Mein Name ist Amathyriel! Ich bin gekommen, um euch die Wahrheit, die Magie und das Leben zu geben, die alle drei in meinen Adern fließen. Nehmt mein Geschenk als Zeichen des Neuanfangs und als Zeichen der unerschöpflichen Gnade Bahamuths!" Also streckte er seine rechte gen Himmel und der Engel Yols schnitt ihn. Ein weißer Strahl, gleich der Gabe einer Mutter an ihr Kind, floß herab und wurde aufgefangen in einem gläsernen Kelch. "Und nun tu deine Pflicht, Achenar - Engel Yols!", sprach Amathyriel und sank nieder auf seine Knie. Unglaubliches geschah vor meinen Augen. Achenar hob sein Schwert und mit ernster Stimme sprach er zu dem Geschöpf Bahamuths: "BIST DU GEWILLT, ALLES, WAS DIR GEGEBEN WURDE UND WAS DICH ZU EINEM ENGEL BAHAMUTHS MACHT, AUFZUGEBEN UND DICH ZU FÜGEN IN DEIN SCHICKSAL?" Amathyriel: "In Demut und mit Freude lege ich all meine Privilegien ab, denn im Einklang mit der Lehre Bahamuths sind alle Lebewesen es wert geliebt zu werden. Und allein das Wissen anderen zu nutzen und zu helfen macht mich stärker als alle Macht auf Erden." Der nächste Augenblick sollte mich noch sehr, sehr lange begleiten. Mit einem Hieb trennte Achenar dem Diener Bahamuths die Flügel vom Leib. Und in diesem Moment zog sich ein Wehklagen über die Erde, denn Amathyriel teilte seinen Schmerz und seine Freude mit allen Wesen, die des Fühlens mächtig waren. Und so geschah es, daß der erste Kelch gefüllt wurde mit Leben, Wahrheit und Magie.
"Mein Name ist Sopharymh!", schmetterte es in die Stille der ersten Zeremonie. "Ich bin hier, um euch das Geschenk des Friedens, der Gerechtigkeit und der Fruchtbarkeit zu machen." Güldenes Haar umfloß ihr Gesicht und die Farben der Erde spiegelten sich in ihrem Augen. "Auch ich werde versuchen, euch beizustehen, jedoch nicht, um euch zu führen, sondern, um euch zu lehren." Die Welle der Traurigkeit und der Freude breitete sich auch dieses Mal aus, als sie ihre Flügel gab.
"Mein Name ist Yl'naahn!", klang es in meinem Kopf, oder kam es direkt aus meinem Herzen selbst? Als würde die Sonne mit ihren wärmenden Strahlen die Erde selbst liebkosen, durchflutete mich die Botschaft des dritten Engels: "Nur wer selbstlos ist, kann auch andere lieben. Und nur wer mit Großmut die Schwächen Anderer akzeptiert, der soll Wärme empfangen. Sowie das Feuer sich ausbreitet und mit seiner Weite an Größe gewinnt, so soll mein Feuer die Herzen erwärmen und den Haß verbrennen." So rot wie die Glut des Feuers rann ihr Blut in den dritten Kelch. Und die Welle der Gefühle war geteilt in Schaffen und Vergehen.
"Mein Name ist Den'alaaviel!", erklang es wie der Donner, der den nächsten Sturm ankündigt. "Ich schenke euch die Ordnung, und die Weisheit und mein Element ist die Luft, die euren Geist in die höchsten Sphären heben wird, so denn ihr bereit seid, mein Geschenk anzunehmen." Und die Ebene glich sich dem Blau seines Blutes an, das sich seinen Weg in den vierten Kelch bahnte. Mit dem Verlust seiner Flügel schwebte jedes Wesen für eine Sekunde oder Ewigkeit aus seinem Körper, um mit Sehnsucht auf die Einfachheit von diesem zu blicken.
Alle Blicke richteten sich schon auf die fünfte Gestalt, die sich bereitete, aus dem Schatten Den'allaaviels zu treten, als ein Zittern durch die Welt ging und die Erde selbst sich unter Qualen zu winden begann. Das Zittern wich einem Vibrieren, das sich langsam, aber stetig ausbreitete. Ein leises Seufzen und Stöhnen kam aus allen Himmelsrichtungen und schwoll an zu einem unfaßbaren Kreischen, als würde Mutter Erde in den letzten Wehen einer Geburt liegen. Selbst das Gesicht Achenars schien sich für einen kurzen Moment zu verfinstern. Voller Panik versuchte ich mich aufzuschwingen in die vermeintliche Sicherheit der Luft. Doch eine Kraft von ungeahnter Stärke legte sich wie eine Klaue um meine Flügel. Voller Entsetzen mußte ich miterleben, was aus dem Leib der Erde hervordrängte. Tiefe Stille senkte sich auf die blutgetränkten Ebenen Aquilons herab.
Sollte die Schöpfung selbst dem Treiben Einhalt geboten haben...? Der fünfte Engel fuhr fort. "Mein Name ist Bealiel!" Und mit einem Aufschrei brach die Welt entzwei. Ein Riß spaltete die Erde und hervor brach ein Strom flüssigen Felsens. Der Himmel war getaucht in Schwarz und Rot. Majestätisch und grausam zugleich, getragen vom Lebensstrom der Erde, erwuchsen sechs Gestalten aus purer Finsternis.
Das Wehklagen der Erde wurde zu einem Wimmern und unheimlich, alles Leben verspottend, thronte auf der Säule aus Lava der oberste Heerführer der Verdammnis. "Seelenpein!" erklang es ungläubig aus den Kehlen der Engel Bahamuths.
"IST DAS IM SINNE DEINES HERRN, ACHENAR? UNS AUSZUSCHLIESSEN AUS DEM GLEICHGEWICHT DER SCHÖPFUNG? DEN KREATUREN UNSERES HERRN SEINE GABEN VORZUENTHALTEN? ODER GLAUBT IHR JÄMMERLICHEN KINDER DES LICHTS, ICH WÄRE GEFALLEN IN DER SCHACHT? FALLS IHR DAS GEDACHT HABT, SO MUSS ICH EUCH ENTTÄUSCHEN!" "WAGE ES NICHT DEN PLAN DER URSCHÖPFUNG ANZUZWEIFELN, SEELENPEIN! WIE DU SELBST SIEHST; SIND DIE KELCHE NUR ZUR HÄLFTE GEFÜLLT. DOCH SEI DIR GEWAHR;SOLLTEST DU DIE GESETZE MISSACHTEN,WERDE ICH DEIN RICHTER SEIN."
So trat der erste Engel der Finsternis hervor und überreichte sein Geschenk. "Phaly Nai nennt man mich und fürchten soll man mich, denn ich bin der Quell der stärksten Kräfte. Denn nichts fängt an ohne zu enden und so wie Barghaan die einzige Wahrheit ist, strafe ich mit Lüge, die sich dieser einzigartigen Erkenntnis widersetzen. Doch nicht nur der Tod und die Lüge fließen durch meine Adern, auch die Magie läßt mein schwarzes Herz schlagen." Und ein schwarzer Schwall floß aus einer Wunde unter seinem Herzen, die er sich soeben mit einem Lächeln selbst zugefügt hatte. Und so geschah es, das der kristallene Kelch zu Stahl wurde.
Und bevor Achenar sein Schwert erheben konnte, riß Seelenpein seinem Engel selbst die Flügel vom Körper. Der zweite Engel, Sorgotha Nai, sprach: "Ich bringe euch den Krieg und das Verlangen nach Macht, um sich zu erheben n die Lüfte und zu herrschen über all diejenigen, die sich wie Schlangen am Boden winden." Und sein violettes Blut verdarb den zweiten Kelch. Die Luft erbebte und der Wind stimmte einen Trauergesang an, als auch diesem die Flügel genommen wurden.
"Ich bin Asrak Nai. Ich bin gestaltgewordener Haß und Egoismus, der über Herzen kommen wird, wie die alles verschlingende Flut. Denn mein ist das Wasser, welches tief und unergründlich ist." Und Blut grün wie Gift verdarb den dritten Kelch.
"Chorhatt Doon", schallte es über die Ebenen, "das ist mein Name." Er war der schrecklichste unter all den Gestalten, der den Begriff Engel in einer fürchterlichen Weise umkehrte. Sein Gesicht war vernarbt und seine Flügel von Malen übersät. "Ich bin die Verschlagenheit und das Chaos, und wie ein Schattengewächs bahne ich mir meinen Weg im Verborgenen, getarnt durch mein Element, die Erde. Meine Zeit ist gekommen, euch die Unschuld zu nehmen." Und sein Blut floß aus eitrigen Beulen hinab und verdarb den vierten Kelch.
Der fünfte Engel trat hervor. Sein Gesicht umspielte ein höhnisches Lächeln. "Wie mir, Tool Chaar Rhun, scheint, kann ich meiner Bestimmung schon jetzt gerecht werden. Denn ich bin die Grausamkeit und das Blut, das in all euren Adern fließt, um euch daran zu erinnern, daß Barghaan euer Wahrer Schöpfer ist. Ich bin die reinigende, alles verbrennende Flamme von Arkanath.
Nun, mein treuer Widersacher Bealiel, wie es scheint, hat man versäumt, euch von der Last eurer Flügel zu befreien. Gebt mir die Ehre dieser würdevollen Aufgabe!" Und während er diesen Satz sprach, zog er, einem Blitz gleich, sein Schwert aus schwarzem Sternenstaub. Die Welt hielt den Atem an, als Bealiel es noch gerade gelang, sich in die Lüfte zu erheben und dem tödlichen Hieb auszuweichen. Eine breite Wunde prangte auf seiner Brust und grün schimmerndes Blut benetzte den letzten Kelch.
Grausam lächelnd öffnete Tool Chaar Rhun seine Adern und gab dem Kelch die Farbe von tiefstem Rot.
Bealiel jedoch war voll Zorn und bemerkte nicht, wie das Gift der Finsternis bereits Besitz von ihm ergriffen hatte. Seine Augen waren von Haß und Leidenschaft durchflutet und Worte entströmten seinem Mund, die niemals vergessen werden sollten: "Ich habe euren finsteren Plan durchschaut! Seelenpein, du hast dir Dinge angemaßt, die dir nicht zustehen. Sollte ich meine Flügel verlieren wärst du der einzig Mächtige, der noch auf Erden wandeln dürfte. Und so ist es meine heilige Aufgabe, die Schöpfung Bahamuths zu schützen und zu stärken. Ich habe die Wahrheit gesehen, Brüder! Verzweifelt nicht auf Erden, denn eines Tages werden wir zurückkehren, um euch heimzuführen und all jene mit unserer von Bahamuth gegebenen Macht zu richten!" Und so geschah es, daß der Engel Bahamuths sich anmaßte, dem letzten dunklen Engel die Flügel vom Leib zu trennen. "Dies wird meinen Thron in der Goldenen Stadt zieren und dich auf ewig daran erinnern, daß du das Licht nicht in die Knie zwingen kannst!" Noch während die Worte erschallten, stieg Bealiel, einem Phönix gleich, gen Himmel auf, ohne auch nur im Geringsten zu ahnen, daß er der Finsternis erneut die Tore zur Macht öffnete. [...]
In dieser finsteren Stunde gab es nur noch einen , der uns retten konnte. Und so geschah es, daß Achenar seine fast gottgleiche Macht zum ersten Mal seit dem Anbeginn der Zeit nutzte. "SEELENPEIN, DEINE INTRIGE IST GEGEN DIE GESETZE DER UNENDLICHKEIT. DARUM VERBANNE ICH DICH NACH YUH'ZIRIEL! UND NUR, WER IN DIE ABSOLUTE SCHWÄRZE CULLAM TOROLLS GEBLICKT HAT, VERMAG DICH FÜR KURZE ZEIT AUF DIESE WELT DER STERBLICHEN ZU HOLEN!" Es ward gesprochen und die Sterne traten ehrfürchtig zur Seite vor der Macht des höchsten Dieners der Seins. Die Zeit schloß die Augen und das Schicksal beugte sich dem Richterspruch, um den Verurteilten von dieser Welt zu verbannen.
Seelenpein: "EINES TAGES WERDEN WIR UNS GEGENÜBERSTEHEN, ACHENAR! WENN DER BOGEN DER ZEIT GESPRENGT UND DER TOD GESCHLAGEN ZU MEINEN FÜSSEN LIEGT, DANN WERDE ICH DICH ZUM LETZTEN GEFECHT HERAUSFORDERN, UM AN DER SEITE MEINES HERRN DEN THRON DER ABSOLUTEN SCHÖPFUNG ZU BESTEIGEN."
Achenar: "ICH WEISS..., DIESES ZEITALTER MAG HEREINBRECHEN, DOCH MEIN WISSEN WIRD DIR AUF IMMER VERWEHRT BLEIBEN UND SO WIRST DU IMMER DER GEFANGENE DEINER UNWISSENHEIT SEIN: UND NUN, WÄCHTER ZWISCHEN DEN WELTEN, TUT EURE PFLICHT!"
So geschah es. [...] Und ein letztes Mal sprach Achenar: "ICH SELBST HABE GEGEN DIE ORDNUNG VERSTOSSEN, SO IST ES MEINE PFLICHT, DEN TRIBUT DAFÜR ZU ZAHLEN!"
Und aus dem Engel des Zwielichts wurde ein Engel aus purem Licht geboren. "DEIN NAME SOLL SEIN ANTARDIS AQUILLOR UND DEINE BESTIMMUNG IST ES, DEN MENSCHEN EIN LEHRER ZU SEIN, WIE ES BEALIEL SEIN SOLLTE." Und als die letzten Worte gesprochen waren, umhüllte das Zwielicht die Schöpfung Barghaans, auf der in Zukunft seine Kinder sowie die Bahamuths leben sollen und ihr Schicksal und das Schicksal der Götter möge von nun an in ihren Händen liegen. Und als diese Worte gesprochen waren, gebar die Welt einen neuen Tag, den Tag des Zwielichts.
Auszug aus den Schriften Tir'ahmaths
Persönlichkeiten
Ordensritter: Sir Kohil von der Trauerweide und Sir Darius von Falden, letzterer: Meister des Schwertes und designierter bretonischer Lehnsträger, damit Oberhaupt der Achenar im Bretonischen Reichsverband.
Cherek con Castagier, Meister des Weges der Zerstörung
Leutnant Marius Waldorf
Meriella aus dem Eschengrund - Hundini, Gelehrte des Ordens
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