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| Entstehung und Geschichte des Bretonischen Reiches |
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Im Jahre 685 bretonischer Zeitrechnung (die von der ersten
bretonischen Chronik, der Historica Terranica, übernommen wurde,
welche aus der Feder des kreuzgläubigen Anton of York stammt,
und dementsprechend die Jahre zählt) beauftragte der damalige
Duke of York seinen jüngsten Sohn Ector im Namen seiner
englischen Majestät und des Hauses York auf dem Festland,
zusammen mit noch einigen anderen englischen Edelleuten, neue
Kolonien zu erschließen, sei es durch Neubesiedlung oder
Eroberung des Landes. So landeten sie mit einer nicht
unbeträchtlichen englischen Streitmacht von 3000 Mann Fußvolk
und einigen hundert Siedlern. 
Nach einem Bündnis mit den dort siedelnden keltischen Stämmen
und nach der entscheidenden gewonnenen Schlacht bei Reims gegen
einige der untereinander zerstrittenen, fränkischen
Adelsgeschlechter gelang es ungefähr ein Fünftel der heutigen
Stammlande zu unterwerfen und die Grenzen so zu befestigen, daß
die nachfolgenden Angriffe zur Neuaufrichtung des fränkischen
Herrscherhauses fehlschlugen. Die Siedler gründeten indessen die
Stadt "New York", welche sich später als
Handelsknotenpunkt und Verwaltungszentrum der neuen englischen
Provinz etablierte. Von hieraus lenkte man das spätere Geschick
des angehenden Bretoniens.
Nach insgesamt 2 Jahren erreichte den mittlerweile zum Baron
erhobenen Ector von York die Mitteilung, daß seine Mission auf
dem Festland beendet sei und man ihn mit seinen Gefolgsleuten
dringend im Konflikt gegen die trotzenden Schotten brauche.
Seinen Posten sollte nun ein ernannter Gouverneur der Majestät
bekleiden. Dem Baron war jedoch bewußt, daß wenn er die
inzwischen zu seiner neuen Heimat gewordene Kronkolonie verlassen
würde, er wahrscheinlich nie wieder hierher zurückkommen
könnte. Außerdem wäre er in England wieder ein Laufbursche
seines Vaters, zudem als jüngster Sohn mit wenig Außichten auf
ein Stück des beträchtlichen Erbes des Hauses York. Dagegen
glich seine Stellung hier in der Kronkolonie in den Befugnissen
der eines König. So ließ er diejenigen seiner Gefolgsleute
ziehen, die weiterhin der englischen Krone zugehörig sein
wollten, und rief mit den getreuesten Gefährten und dem
Wohlwollen der breiten Massen der hiesigen Bevölkerung, die ihn
aufgrund des wirtschaftlichen Aufschwungs und der Hoffnung auf
größere Mitbestimmung mehr als Befreier und nicht als Eroberer
sahen, ein neues Reich mit Namen Bretonien und der Hauptstadt New
York aus.
England, welches sich bis heute in heftigen Auseinandersetzungen
mit Schottland befindet, reagierte, indem es eine kleine
Abordnung von einigen tausend Mann sandte, die ausreichen
sollten, um mit Waffengewalt die Ordnung in dieser rebellischen
Provinz wiederherzustellen und den in englischen Augen verrückt
gewordenen Ector von York wieder zur Vernunft zu bringen. Aber
der hatte mit diesem Aufgebot gerechnet und die Bevölkerung
Bretoniens aufgefordert, gemeinsam gegen die Besatzer zu
streiten. Letztendlich kam es zu den legendären
Befreiungskriegen mit der entscheidenden Schlacht bei Villeneuve,
wo 2550 ausgebildete englische Soldaten gegen 6638 Bretonen
stritten, von denen alle, bis auf 150 eigene Gefolgsleute Ectors,
größtenteils schlecht bewaffnete Bauern waren. Die Schlacht
endete damit, daß die übriggebliebenen 1349 Bretonen einige
hundert verbliebene Engländer in die Flucht schlugen. Zurück
blieb nur ein blutgetränktes Feld, übersät mit Leichen und
Krüppeln. Dennoch feierten die glücklichen Sieger ihren großen
Triumph bis in das folgende Morgengrauen.
Nach der englischen Niederlage anerkannte man dem damaligen
Fürstentum Bretonien dessen Autonomie, da sich zu Hause weitaus
bedeutsamere Probleme anbahnten. Die Iren hatten nämlich den
Schotten ihre Hilfe im Kriege gegen die Besatzer zugesagt. Im
folgenden Jahr krönte sich Ector von York zum Fürsten
Bretoniens und entsagte seinem Titel als Baron von York, damit
das Reich auch frei von familiärer Bindung sei. Außerdem
ernannte er die neue Regierung und sorgte für ein
funktionierendes Staatsgefüge. Bretonien ist heute nicht nur der
erste Zufluchtsort politisch verfolgter Engländer, die wegen
ihrer Religion oder Ansichten geächtet wurden - auch
schottischen Clanführern, die ihre Männer zum größten Teil im
Kampf gegen die englischen Besatzungsmächte verloren hatten,
wurde hier Asyl gewährt, daß sie von hieraus erneut
Streitkräfte organisieren konnten oder sogar hier siedelten.
Auch wenn Bretonien sich politisch stark von England distanziert,
ist es doch kulturell und wirtschaftlich stark durch die Insel
geprägt, besonders jetzt, wo wieder ein junger Engländer zum
Fürsten Bretoniens gekrönt wurde, da der letzte Fürst und
Nachfahre Ectors angeblich (siehe Gerüchte) ohne direkten,
lebenden Erben starb. So bestimmte Henry von Bretonien auf seinem
Sterbebett, daß Richard von York, der jüngste Sohn aus dem
Hause York und damit weitläufig mit Henry verwandt, seine
Nachfolge antreten solle, wie es wenig später auch geschah.
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Detaillierte Chronik des Reiches von 1196 - 1200
Bretonischer Zeitrechnung
Richard von York hatte zu Hause als jüngster Sohn
nichts zu verlieren, entsagte seinem Erbtitel Baron von York, wie
Ector es einst tat, und ließ sich 1197 zum Fürsten eines
mittlerweile königreichgroßen Landes krönen. Obwohl ein
Großteil der damals untereinander zerstrittenen Ritterschaft die
Legitimation des neuen Fürsten aufgrund seiner englischen
Herkunft und fehlenden ritterlichen Ausbildung anzweifelte,
gelang es ihm diese im ersten Jahr seiner Regentschaft zu
befrieden und zu einigen. So verlieh er unter anderem zeitweilig
die Ministerämter an die jeweiligen Anführer der verschiedenen
Gruppierungen im House of Lords (Heerführer: Vincent de Castello
de Bahia bis 1200, Kanzler: Heinrich von Reims bis Anfang 1199,
bis 1200 Geoffrey of Finchley, seither Aurel Armand de
Saint-Morelle, Regulator: Reginald Front de Boeuf bis 1200,
derzeit Sir Mondrac de Aquillion, Konsul: zunächst Galen von
Radonesch, zwischen 1198 und 1200 vakant, seither Aurel Armand de
Saint-Morelle), befriedete durch finanzielle Subventionen die
letzten fränkischen Raubrittergeschlechter, die immer noch ihre
Eigenständigkeit zu ertrotzen versuchten (z.B. Front de Boeuf,
de Buce, de Bracy) und überzeugte selbst die letzten Zweifler,
da er in jeder freien Minute, die ihm seine Regierungsgeschäfte
ließen, durch fleißiges Training im Kampfe bald einem Ritter
gleichkam, aber immer ein Erbadeliger bleiben würde.
Nach einem Jahr der innenpolitischen Reformen und
Umstrukturierungen, begann Richard den Kontinent zu bereisen.
Neben Flandern, wo er ein erstes Interesse für Genevre von
Flandern bekundete, und den Freigrafschaften, wo er zum ersten
Mal mit demokratischen Formen des Regierens konfrontiert wurde,
reiste er auch ins Dunkle Reich, nicht nur weil sein Interesse
für andere außergewöhnliche Kulturen äußerst ausgeprägt
ist, sondern auch weil er sich wegen des bevorstehenden
Kriegszuges gegen Aredroc über dessen Verbündeten informieren
wollte.
Aredroc war ein Reich nordöstlich von Flandern und nördlich von
Brabant, das seine Nachbarn unentwegt mit seinen Kreaturen
überfiel und bedrohte. Auf Gesuch der flämischen Gräfin
erklärte sich der Fürst bereit, die Flamen mit bretonischen
Truppen zu unterstützen. Und mehr noch, er rief sich kurze Zeit
später selbst zum Heerführer der Allianz gegen Aredroc aus, um
einerseits der Gräfin zu gefallen und andererseits eine nicht
allzu ferne Bedrohung von seinem eigenen Lande abzuwenden. Von
den offiziell 17 Reichen, einschließlich Flanderns, die sich
seiner Allianz angeschlossen hatten, waren es letztendlich nur
noch 4 (Akron, Vinland, Kaotien und Zarorien), die letztendlich
zu ihm hielten. Die anderen verzichteten, zurückgehalten durch
die Beteiligung des Dunklen Reiches auf aredrocianischer Seite,
auf ihre Beteiligung an diesem Kriegszug. Am 6. Junai des Jahres
1199 konnte die übriggebliebene Allianz unter Hinnahme herber
Verluste nach 5 Tagen unerbittlichster Kämpfe diesen Krieg für
sich entscheiden. So kehrte der Fürst mit froher Botschaft an
den flämischen Hof zurück, in der Hoffnung Genevre und nicht
zuletzt den burgundischen König von seiner Edelmütigkeit
überzeugt zu haben.
Auf der Festivität zu Ypern jedoch lehnte die Gräfin sein
Heiratsgesuch brüsk und kurzer Hand ab und verwies ihn obendrein
- ohne Angabe irgendwelcher Gründe - noch in derselben Nacht
ihres Landes; nicht ohne später Gerüchte über angebliches
Fehlverhalten des Fürsten und seiner Ritter zu streuen.
Gekränkt und beleidigt verließ Richard kaum 1 Stunde später
mit Zweien der tadellosesten Rittersleute am bretonischen Hofe,
Heinrich von Reims und Falk von Falkenstein (die erst einige
Stunden zuvor bei der ypernschen Turney den ersten und den zweiten Platz für das Reich gegen zahlreiche
Kontrahenten erstritten hatten) des Nächtens den
flämischen Hof.
Nachdem der Fürst wieder nach Bretonien zurückgekehrt war, zog
er sich auf seine Sommerresidenz bei Villeneuve für mehr als
drei Monate, abgeschieden von jeglicher Öffentlichkeit, zurück.
Obwohl Richard den Kriegszug gegen die Freigrafschaft Le Hawre,
den Nachbarn im Süden, der durch Gebietsstreitigkeiten- und
übergriffe einen Krieg provoziert hatte, selbst anführen
wollte, übergab er diese Aufgabe an seinen Heerführer Vincent
de Castello de Bahia, da er immer noch in Villeneuve verweilte.
Sein Gemüt war gegen Flandern nach wie vor verhärtet, was durch
die Schließung der Grenzübergänge zu Flandern und dem Verbot
für die gesamte bretonische Ritterschaft, aus friedlichen
Gründen jemals noch einmal nach Flandern zu reisen, für
jedermann offenkundig war.
Besonders in der Zeit der Zurückgezogenheit Richards übernahm
sein neuer Kammerherr Aurel Armand de Saint-Morelle die
dringlichsten außen- und innenpolitischen Regierungsgeschäfte
seines Fürsten und etablierte sich nach kürzester Zeit als
unübertrefflicher Diplomat und fähiger konsularischer
Bevollmächtigter Bretoniens an vielen Höfen der Mittellande. Er
agierte auch über seine eigentlichen Aufgaben hinaus mit
äußerstem Eifer, so daß er zwei weitere Nachbarn, nämlich
Barsaiva und Mentarien, nach zähen und langen Verhandlungen von
einem Zusammenschluß mit dem Reich zum Bretonischen
Reichsverband überzeugen konnte.
Währenddessen führte Vincent mit Hilfe Verbündeter einen
grandiosen Eroberungszug gegen Le Hawre, der mit der Einnahme der
letzten Bastion, der Hauptstadt Le Hawre, im Januari des Jahres
1200 seinen Abschluß fand. Mit der Arrondierung von Aredroc (als
Markgrafschaft Aredroque) und Lehawre (als Markgrafschaft Havre)
zu den Stammlanden entstand das Bretonische Reich.
Das House of Lords vom 8. Januari des Jahres 1200 bedeutete in
diesen ereignisreichen Jahren einen Wendepunkt in der
bretonischen Reichsverfassung. Vor dem Hintergrund des
territorialen Zuwachses erarbeitete der fürstliche Kammerherr
und neue Konsul de Saint-Morelle für den Fürsten und das Reich
sowohl eine grundsätzliche Lehnsreform, nach welcher ein neuer
Hochadel (die Stände des Markgrafen, des Barons und des
Reichsritters), etabliert wurde, als auch eine Reform der
Konstitution des ehrwürdigen House of Lords: bis dato hielt
jedes Mitglied des House of Lords lediglich eine Stimme (auch der
Fürst); die sog. Morelle-Novelle koppelte fürderhin auch je
eine Stimme an ein Ministeramt, wodurch bei Personalunion
verschiedener Ämter auch mehrere Stimmen in der jeweiligen
Person vereinigt werden konnten. Richard of York erklärte sich,
nach der unerwarteten Demission des Heerführers Vincent de
Castello de Bahia, selbst zum Heerführer und stimmt künftig als
Fürst und als Heerführer seines Reiches. Ferner wurde das Amt
des Kultusministers neu geschaffen; erstmalig wurde eine Dame des
Reiches, Mylady da Binter, mit einem Staatsamt betraut (wenn auch
unter Suspendierung ihres Stimmrechts im House of Lords, da die
Ladies des Reiches auch 1200 erneut beim Versuch der Einführung
des Stimmrechts für Frauen gescheitert waren). Sir Reginald
Front de Boeuf, der sich aus den Amtsgeschäften des Regulators
und der Politik auf seine Besitzungen zurückziehen wollte, wurde
mit dem Ehrentitel des Bretonischen Champions ausgezeichnet, der
im Namen und für die Ehre des Fürsten und des Reiches zu
Turnieren und Tjosten erscheint.
Ein wichtiger Punkt war die Klärung der Beziehungen zum
Flämischen Herzogtum. Da er seine Ehre und die Ehre seiner
Ritter beleidigt sah, entschied sich der Fürst mit
Unterstützung des House of Lords, der Gräfin de Flandres die
Fehde zu erklären, die er durch einen Zweikampf der Champions
aber zu beenden gewillt war. So sandte er die Forderung zu diesem
Tjost an den flämischen Hof, um in den Schranken der
Ritterlichkeit für sich und sein Reich Genugtuung zu begehren.
Die ersten Monate des Jahres 1200 waren demgemäß beherrscht von
den Spannungen zwischen den mächtigen Blöcken des Bretonischen
Reichsverbandes und Burgunds. Kaum ein Land, das nicht die eine
oder andere Partei ergriffen hätte. Das Zögern Burgunds
ergrimmte den Fürsten mehr und mehr, zumal in seinen Augen sich die andere Seite
in zahllosen Wortgeplänkeln und Beleidigungen erging, nicht
zuletzt die ritterliche Forderung, nach Sitte und Ritterbrauch
unausschlagbar, ablehnte. Indessen setzte die Bretonische
Diplomatie auf das zähe Werben von Alliierten, und nach und nach
erklärten die großen Reiche, etwa Akron, Beilstein, Dana'Kera,
Trawonien und Vinland, und neue Freunde, wie Trigardon und Eire,
ihre Waffenbrüderschaft - Ländern, denen sich das Reich
demgemäß auch weiterhin eng verbunden fühlt. Aber die Wendung
kam überraschend. Auf neutralem Grunde, anläßlich der Hochzeit
des Allerländischen Königspaares im Maii 1200, verneigte sich
Burgundische Delegation, darunter auch jene Gräfin Genevre de
Flandres, in Anwesenheit der versammelten Gästeschar vor dem
Fürsten; daraufhin stimmte der Fürst zu, die Mittellande vor
einem ihrer verheerendsten Kriege zu bewahren und ließ die frohe
Nachricht allerortens verkünden. Seither herrschte eine Zeitlang
Frieden zwischen dem Reichsverband und Burgund, ein fragiler,
wohl wahr, und es sollte sich bald zeigen, daß er nicht von
Dauer war.
Aber die Bretonische Diplomatie konnte zunächst sich wieder
anderen Betätigungsfeldern zuwenden. Der Bretonische
Reichsverband erwarb einen Kriegshafen von Phoenixthor bei Port
Francis im Südmeer (Lord - Rafael - Hafen, in memoriam des
verstorbenen Lordprotekors der Phoenix-Company) und schloß die
Kaufverträge bezüglich Teilen von Aredroc ab. Im Juno 1200
wurde die neue Markgrafschaft Havre, vormals Lehawre, an den
vinländischen Grafen Frederic von Wolfengrund vergeben und die
Beziehungen zwischen den Reichen durch eine Hochzeit einer
Schwester Sir Geoffrey of Finchleys mit einem vinländischen
Ritter noch weiter bestärkt.
Ein trauriger Nachtrag des flämischen Konfliktes war, daß
yddländische Seefahrer, Verbündete Flanderns, voreilig schon
bretonische Küstendörfer geplündert hatten und sich
schändlich an den Frauen der hilflosen Dörfler vergingen. Die
offizielle Erklärung des yddländischen Fürsten Berand, die
Männer hätten sich "gelangweilt", erzürnte das House
of Lords ob ihre geringschätzigen Banalität so sehr, daß ein
Verband aus akronischen, vindländischen und bretonischen
Schiffen gen Yddland in See stach.
Im August 1200 führten die Herren Heinrich von Reims, Falk von
Falkenstein (nebst seines Knappen Tassilo von Armingstein), Sir
Wolfric aus Hardangar und Sir Theoldor vom Hohen Schlag ein
Truppenbanner östlich der Reichsmarkgrafschaft Mentarien in bis
dato unerforschtes Gebiet, in dem Magister der
Mondschwingengilde, darunter Se. Magnifizienz Sergios von
Radonesch, bereits erste Untersuchungen durchführten. Der dort
ansässige Noble, ein Ritter mit Namen Albrecht von der
Hartenklinge, stimmte der Übernahme des Landes als Lehen in das
Bretonische Reich zu und brach nach New York auf, um dem Fürsten
den Lehnseid für "Bretonia Nova" zu schwören.
Fast zur gleichen Zeit brachte Lady de Binter ihre Tochter
Viktoria zur Welt; ein bezauberndes Kind, welches sogleich die
Herzen aller Bretonen eroberte.
Zuletzt eine traurige Entwicklung: im September 1200 reiste Se.
Exzellenz de Saint - Morelle, Kanzler und Konsul des Reiches, in
Begleitung der Chevaliers de Montfort und de Larisse nach Saltway
in Vallconnan, um dortens ein Jagdvergnügen zu genießen. Indes
wurde die Anwesenheit des Herrn de Saint-Morelle seitens Burgunds
und Vallconnans zu einem wohl einmaligen Eklat genutzt: sie
ereiferten sich über den Wortlaut der Friedensproklamation des
Reiches vom Maii 1200. Und genauso, wie man lauter brüllen muß,
um eine Distanz von 5 Meilen zu übertönen, gebärdeten sie sich
nunmehr um so heftiger, wohl um die zeitliche Distanz von 5
Monaten zu überspielen (5 Monate, in denen kein burgundischer
oder vallconnischer Hahn in dieser Sache gekräht hatte). Man
ohrfeigte den Ersten Diplomaten und Herold des Reiches - einmal,
womöglich zur Übung, vor versammelter Gästeschar (der die
Verwunderung über den Bruch des vorabends ausgerufenen
Burgfriedens anzusehen war), dann in einem dunklen Hinterzimmer,
da sie den Konsul unter Vortäuschung einer Privataudienz hinein
genötigt hatten, und hier gleich fünf weitere Mal. Dann hieß
man den Fürsten "einen Lügner", dessen Mai -
Proklamation angeblich entwürdigend für Vallconnan und Burgund
gewesen sei und der durch diese Schläge sich gefordert sehen
solle, inklusive durch die Königin von Vallconnan und den
Königs von Burgund. Dann erklärte man alle Bürger des
Reichsverbandes für vogelfrei! Nun erst "eskortierte"
man Se. Exzellenz und die beiden Chevaliers aus dem Lande heraus.
Monsieur de Saint - Morelle hatte all die Zeit keine Miene
verzogen, nicht einmal unter den Schlägen. Viel zu stolz, um
eine Protokollverletzung dadurch aufzuwerten, daß er sie
überhaupt (und sei's nur mit einer Geste) kommentierte, hatte er
der Königin von Vallconnan, die ihn als letzte geschlagen hatte,
lediglich einen weiteren angenehmen Verlauf der Feierlichkeiten
gewünscht. Erst als die Grenze Vallconnans hinter ihnen lag,
beugte er sich aus dem Fenster der Kutsche und meinte leichthin
zu Chevalier de Montfort: "Wie bedauerlich, wenn Leute aus
doch recht guten Familien so schlecht erzogen sind."
Da nun aber die Forderung eines Souveräns an einen anderen eine
Kriegserklärung darstellte und jeder der vielen Verstöße gegen
Sitte und Recht des zivilisierten Übereinkunft der Mittellande
bereits für sich einen sattsamen Kriegsgrund bedeutete, rüstete
sich der Reichsverband auf's neue, um zweierlei auch dieses Mal
unter Beweis zu stellen: daß der Reichsverband seine Ehre auf
dem Schlachtfeld jederzeit wiederherstellen kann und daß sich
Verbrechen gegen Sitte und Recht der Völker nicht lohnen... Es
ist aber, mit Blick auf die alten und beigelegten Schwierigkeiten
mit Flandern festzustellen, daß die flämischen Gesandten zu
Saltway zu keinem Zeitpunkt die Etikette außer acht ließen -
war die erste Hälfte des Jahres 1200 vom Streit mit Flandern
beherrscht, dem sich Burgund angeschlossen hat, so heißt dies
jetzt: Streit mit Burgund, ausgenommen Flandern. Die Geschichte
hat manchmal eigentümliche Allüren...
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Geschichtskalender des Bretonischen Reiches
| 685 | Landung Ectors an der Küste des Frankenlandes |
| 687 | Unabhängigkeit der Kronkolonie von England |
| 688 | Gründung des Fürstentums Bretonien durch Krönung Ectors von York |
| ca. 707 | Bertram der Stämmige bezwingt die Oger |
| 708 | Edward II. of York belehnt das Frankengeschlecht der "Front de Boeuf" als Earls mit der Feste Colosse |
| 795 | Niederschlagung eines Frankenaufstandes |
| 805 | Einführung des bretonischen Pachtsystems |
| 843 | Rekordernte durch Einführung neuer Anbaumethoden (Dreifelderwirtschaft) |
| 879 | Ein aus Schottland emigrierter Clan siedelt an der Küste Nordwestbretoniens |
| 901 | Erste Einberufung des "House of Lords" |
| 950 | Aufstellung des stehenden Heeres |
| 998 | Ausrufung der Religionsfreiheit |
| 1003 | Tod und Heiligsprechung der Heilerin Melangell |
| 1023 | Dekret über "Die Freiheit des Bürger- und Bauernstandes" von Robert of York |
| 1025 | Contra-Supremats-Akte von Robert of York gegen die Zwangsmitgliedschaft in Gilden und Zünften |
| 1054 - 60 | Kreuzzug gegen die Orks |
| 1193 | Befriedung einiger fränkischer Raubrittergeschlechter |
| 1197 | Ernennung von Richard von York zum Fürsten Bretoniens. Neue Fürstliche Devise: Pax et Bonum |
| 1198 | Inkrafttreten einer neuen Gesetzgebung der "Declaration of rights" |
| 1199 | Fertigstellung der Kathedrale zu Reims |
| Eroberung Aredroc´s | |
| 1200 | Eroberung der Freigrafschaft Le Hawre: Ausrufung des
Bretonischen Reiches |
| Januar | Das House of Lords ratifiziert eine neue Lehnsreform und Konstitution |
| Richard von York erklärt Genevre von Flandern durch eine Championade die Fehde | |
| Mai | Beilegung der Streitigkeiten mit Flandern und Burgund |
| Juli | Armada gegen Yddland |
| August | Bretonia Nova wird Reichsgebiet |
| September | Burgund und Vallconnan erklären dem Bretonischen Reichsverband den Krieg |
| 1201 | Das Reich jubelt, der geliebte Fürst ehelicht |
| 1202 | Das House of Lords ratifiziert die neuen Gesetze des Fürsten |
| 1203 | Nach viele Gerüchte über seine Person erläßt der Fürst das bekannte "Begnadigungsedikt" |
| 1204 | Das House of Lords wird so spektakulär, wie seid 688 nicht mehr: |
| Der Fürst ist beim House of Lords nicht anwesend und läßt alles verlesen, | |
| Aredroque wird in die Souveränität entlassen, alle aredroquianischen Ritter vom Lehnseid entbunden und mit einem weinenden Auge verabschiedet | |
| das befriedete Mentarien wird dem nun freien Aredroque angeschlossen | |
| Teile Aredroques, die nicht souverän wurden, werden Akron für seine Treue geschenkt | |
| ein bis dahin unbekannter Kreutzritterorden erklärt, den Fürsten, Richard of York in gewahrsam zu haben, das Reich versinkt im Chaos | |
| Dezember | Die Ritter Mettre au Monde, Heinrich von Reims, Jean de Veau und Geoffrey von Finchley nehmen vorerst die Reichsregierung in die Hände und zerschlagen so die Bemühungen einzelner Provinzen, in den Wirren sich vom Reich abzuspalten |
| 1205 | Gerüchte über einen Prinz John, angeblich rechtmäßigen Thronerben, mehren sich |
Viele Ritter sind auf der Suche nach ihrem geliebten Fürsten |
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| Im fernen Mythodea rufen die ratlosen Sires ein House of Lords ein und erwählen einen neuen Fürsten aus ihrer Mitte. Der Neue Fürst nennt sich Johann I. | |
| Wenige Wochen später führt Fürst Johann I. einen Befreiungszug gegen eine Feste in Westmynd, die von einem Hexenmeister besetzt wird und ist mit seinen Truppen siegreich. | |
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