Gerüchteküche

Der Geruch nach Krieg liegt in der Luft...
Fürst Richard angeblich in Gefangenschaft in England, die Ritter und das Volk sind außer sich ...
Übernimmt der Blutsturm das House of Lords ? Mutige Zahlenkundige sollen schon verbrannt worden sein ...
Die Herrin vom See auf dem Vormarsch ? Angeblich neuer Tümpel der Herrin geweiht ...
Das Badehaus der "O" ist wieder eröffnet, es soll dort Vin Rouge in Wannen geben ...

Stimmen aus dem Volk

Ein Händler: " Soviel Umsatz wie hier in Bretonien hab ich noch nie gemacht, man kann hier frei anbieten, es gibt keine Handelstaxe oder Zölle, und Soldaten sind auch an jeder Ecke, da gibt's auch keine Diebe. Und die Leute kaufen...die ham ja auch Geld. Das ist hier ein Handelsparadies..."
Zwei Diebe: " Oh, man kann gar nicht mehr uffe Gassen gehen ohne komisch angeguckt zu wern, man hat keine Chance mehr zu stehlen oder gemein zu sein..."
"Geh zur Armee, da kannste dis, legal..."

Ein Fischer: "Ja, des öfteren kann ich hier sehn wie die mit der Eisenkarre (Gefängniskutsche) hier ran kommen und dann Leute auf Schiff tun un rübersetzen zu die Oger - Insel, was da sein mach? Na ich frag ja ga nich..."
Ein Bauer: "Also mit dem Wirtschaftssystem kann ich mehr als zufrieden sein, mein Großvater hat von früher erzählt, wie es dem erging, aber heute - Hälfte ich, Hälfte der Fürst, und alle ham genug..."

Neulich, unweit der Apfelplantagen, in einer Taverne in Villeneuve. “Jean, es ist tatsächlich wahr! Überall Orks auf den Feldern! Die Äpfel sind blutrot durch das Gemetzel. Keiner traut sich mehr auf die Felder! Dem Pierre seine Marie haben diese Bestien regelrecht geschlachtet.” Der alte Bauer schüttelt außer Atem traurig seinen Kopf. “Beim Eynen, Belfort, das ist ja schrecklich. Orks in Bretonien? Bist du dir ganz sicher? Das kann doch nicht wahr sein, alles nur nicht das. Jemand muß diese Monster aufhalten !!”

Mythen und Legenden

Bertram der Stämmige
Ca. 707 macht sich der Bärentöter Bertram der Stämmige daran, eine damalige große Plage in Bretonien auszumerzen - die Oger. Damals noch zahlreich vorhanden, überfielen sie regelmäßig Dörfer und Städte. Doch Bertram sammelte eine Handvoll Männer und zog gegen die Oger. Zunächst wurden sie provoziert, und zwar so arg, daß die Oger beschlossen einen großen Angriff durchzuführen, mit dem sie alles auf einmal vernichten könnten. So traf man sich zunächst auf dem Felde und als die Oger angriffen, flohen alle Menschen in den dichten Wald, siegesgewiß und blutrünstig folgten die Oger den Fliehenden, und erkannten nicht die tödliche Falle. Viele Fallen, Apparaturen des Todes, Lanzen, Gruben, Zangen, Käfige, Öl, Feuer und riesige Steine wurden für die Oger zum Verderbnis. Blind rannten diese kräftigen Wesen in den dichten Wald, wo die Menschen schon Wochen zuvor werkelten, um die Oger zu vernichten.
Nur wenige Oger haben schwerverletzt überlebt und gerieten in Gefangenschaft.
Bei dieser Schlacht kam kein einziger Mensch ums Leben. Bertram der Stämmige mag zwar ein großer kräftiger Krieger sein, doch hat er eine List angewandt und nicht nur gesiegt, sondern das Leben vieler Menschen gerettet.

Vinzennt der Fänger
Nicht zu verwechseln mit dem einstigen Heerführer Vincent de Castello, ist Vinzennt der Fänger einer der gemeinsten und gefährlichsten Männer im Lande. Man weiß nicht ob er noch lebt, jedoch hat er mehr Elfen gefangen und getötet, als so mancher Orkstamm zusammen. Dieser Waldläufer war anfangs bei den "Äpplern", ist dann jedoch ausgestiegen, da sich immer mehr Elfen dieser Gruppe anschlossen. Danach hat er einige Zeit lang für den Regulator gearbeitet. Während dieser Zeit sind viele innenpolitische Feinde verschwunden.
Auch soll er im Auftrag der Regierung im Alleingang ein ganzes Elfendorf im Süden ausgelöscht haben. Der Fürst bestreitet jegliches Wissen von solchen Aktionen. Als man versuchte Vinzennt auszuschalten, kostete das Bretonien eine Söldner- sowie eine Soldateneinheit, und nicht zu vergessen den damaligen Kanzler, der aufgeschlitzt auf dem Paradeplatz New Yorks hing. Seitdem ist der Fänger verschwunden...

Der Drache
Ca. um 686 wurde in Bretonien ein Drache gesichtet. Zunächst nur aus Zeugenaussagen von einfachen Bauern und Bergleuten bekannt, wurden diese Vermutungen zuerst nicht ernstgenommen. Nach einem mysteriösen Zwischenfall in einer Zwergenmine, unternahm der damalige Regulator Kimbal von Israal eine Untersuchung der Vorfälle.
Allem Anschein nach, sind die zwergischen Bergleute bei Grabungen auf eine Drachenhöhle gestoßen. Der Drache, welcher daraufhin erwachte, war sehr ungehalten über diese Störung, woraufhin er einen Großteil der Zwergen vertilgte. Erst einmal aufgewacht, flog der Drache zu den nahegelegenen Zuckerfeldern und vernichtete die gesamte Ernte des Jahres.
Kimbal von Israal stellte daraufhin eine Belohnung auf die Tötung des Drachen aus. In der Zeit bildeten sich viele Drachenjäger heraus.
Doch der Drache wurde nicht getötet, nein, schlimmer, er wurde verjagt, er flog direkt nach New York, welches er angriff, und er las Kimbal von Israal auf und verschwand, wobei er noch weiteren beträchtlichen Schaden hinterließ. Die bretonischen Gelehrten schreiben seit diesen Zwischenfällen im Allgemeinen Drachen Intelligenz zu. Das bretonische Volk allerdings glaubt fest an die Rückkehr des Drachen. Der Kammerherr dementiert jegliche Befürchtungen...

Der Dragen Schlinger
"So höret nun die Legende vom Dragen Schlinger, dem Ewigen, der der Sohn des Bölnir und der Heltari ist; eine Geschichte voller Leid, aber auch voller Hoffnung.

Der Märe erster Teil: Vom jungen Gerfried
Vor langer, langer Zeit, als die Stämme unseres Landes noch ungeeint waren und die Siechbringer und Balgwandler das Land beherrschten, thronte über den Dragenfelsen der gnadenlose Schlinger. Jeden neuen Mond verlangte er ein Opfer, das ihm vom großen Vogt vor seine Höhle gebunden werden mußte. Das Opfer mußte eine jungfräuliche Edle sein, reich mit Gold und Edelsteinen behangen. Schon viele mutige Männer hatten sich dem Ungetüm gestellt, doch nie war einer heimgekehrt. Zu dieser Zeit nun lebte die Sippe des Raimer, vom Stamm der Gerander, in einem kleinen Dorfe zu Füßen der Dragenfelsen. Ihr Hothmann war Gerald der Starke. Dieser hatte drei Söhne und eine kleine Tochter, welche Siegdrun geheißen wart. Zu diesem Mond nun war die Sippe des Raimer geheißen, dem Dragen ein Opfer zu bringen, und so kam der große Vogt zum Hothmann Gerald, seine Tochter zu holen. Eine Nacht und einen Tag dauerte die große Zeremonie, dann wurde die kleine Siegdrun fortgenommen. Gerald der Starke aber war vor Trauer so krank geworden, daß er seine beiden ältesten Söhne zum Geleit mit sandte. Der jüngste Sohn des Hothmannes aber, Gerfried wart er geheißen, hatte einen Traum, von den Göttern gesandt. Hernir befahl ihm, seinen Speer zu nehmen und dem großen Vogt und seinen Geschwistern zu folgen. Als Gerfried erwachte, hatte ihm der Göttervater die Siegesrune auf die Stirn geritzt. Gerfried also nahm seinen Speer und lief zur Höhle des Schlinger, vor die der große Vogt seine Schwester band. Gerfried aber versteckte sich, bis seine beiden Brüder und der große Vogt gegangen waren und seine Schwester besinnungslos zurückließen. Kauernd hinter einem Felsen erwartete er das riesige Haupt des Ungeheuers aus der Höhle ragen zu sehen, doch nichts geschah. Da beschloß Gerfried, im festen Glauben an den Beistand der Götter, die Höhle zu betreten und den Dragen dort herauszufordern. Und so schritt der junge Gerfried, Sohn des Hothmannes Gerald von der Sippe des Raimer aus dem Stamme der Gerander, in die Höhle des Dragen hinein, den Schaft seines Speeres fest umklammert. Als am nächsten Morgen der große Vogt und die beiden ältesten Söhne des Hodmannes Gerald zur Dragenhöhle zurückkehrten, fanden sie die wimmernde aber gesunde Siegdrun. Vor dem Eingang zur Höhle aber lag der Umhang des jungen Gerfried. Seitdem wurden weder der Drache Schlinger noch der junge Gerfried je wieder gesehen. Die Höhle aber wurde verschlossen, und alle Goden Mentariens kamen zusammen und versiegelten sie, auf daß sie keine Menschenhand wieder öffnen könne. Ohne das Joch des Dragen gelang es Siegmund dem Waren keine zwei Monde später, alle sieben Stämme zu einen und die Siechbringer und Balgwandler zu bezwingen. Siegmund der Ware wurde zum ersten Valtmann Mentariens gewählt und so hielten Frieden und Wohlstand im Land am großen Strom Einkehr.

Der Märe zweiter Teil: Vom Roland von Danquardessen
Viele Generationen später kam der große Bruderkrieg, und mitten im großen Strom brach der Feuerspeier aus. Daraufhin legten die Fürsten ihren Streit bei. Dies war auch die Zeit, in der die neue Religion kam. Nur wenige unseres Volkes blieben unseren Göttern und unseren Traditionen treu. Doch Jahre später brach eine neue Plage über uns herein. Die Siechbringer und Balgwandler verwüsteten die Dörfer und Städte und vernichteten die Ernte. Aber dies war Bölnir noch nicht genug, denn er sandte einen Diener, seinen ältesten Sohn zu befreien. Dieser Mann war ein mächtiger Zauberer aus dem Pendrum. So kam der Mann mit seinen Getreuen zur Höhle des Schlinger und vollführte einen mächtigen Zauber, der die alte Magie der Goden zerschlug. Und so erwachte der Dragen erneut und kam mit einem gewaltigen Zorn über das Land. Viele Monde lang herrschten Angst und Schrecken, und viele Menschen starben einen grausamen Tod. Die Überlebenden sammelten sich in den letzten Städten und Festen. Eines Nachts aber flog der göttliche Adler mit so einer Pracht über das Land, daß wieder Hoffnung aufflammte. Ein Nachfahre der Edlen der Gerander hatte sich mit den letzten seiner Krieger auf die Feste Danquardessen zurückgezogen. Dieser Mann des Reichs hieß Roland, und er war der Herr des neuen Reichs und der Graf von Karlenberg. In seinem Land lagen die Dragenfelsen und dort lebte auch viele Jahre zuvor die Sippe des Raimer. Als Roland den Vogel mit den goldenen Schwingen über seiner Burg sah, da wußte er, daß die Zeit gekommen war. So nahm er also seinen Sohn Brenfried und die besten seiner Getreuen und ritt gen dem Dragenhort. Am Abend hatten sie den alten Steinbruch der Dunkelalben nahe der Höhle erreicht, in dem sie lagerten. Graf Roland aber schlich sich zum Dragenhort, um das Ungetüm von Nahem zu betrachten. Und als er den Schlinger sah, da wußte Roland, er würde den Kampf nicht überleben. Der Schlinger aber erhob sich auf seinen gewaltigen Schwingen in die Lüfte und flog von dannen. Roland wollte gerade wieder umdrehen, als er über der Höhle einen goldenen Vogel erblickte. Es war Goldschwinge, der Götterbote. Graf Roland lief zur Höhle hinauf und fand zwischen den Felsen eine pechschwarze Schuppe aus dem Panzer des Dragen. Er dankte seinem Gott und kehrte zu seinen Mannen zurück. In der selben Nacht noch, in dem alten Steinbruch der Dunkelalben nahe dem Dragenhort, gab der Rittersmann Roland von Danquardessen, Markgraf von Mentarien und Graf von Karlenberg, Titel und Land an seinen Sohn Brenfried weiter. Und in den frühen Morgenstunden des nächsten Tages zogen sie zur Höhle des Dragen. Von allen mutigen Streitern, die die Höhle betraten, kamen nur wenige wieder heraus. Unter diesen wenigen war auch Brenfried, der neue Herr Mentariens. Der Schlinger aber war zum zweiten Male besiegt worden. Und von neuem Mut gestärkt, bezwangen unsere Ahnen die Streiter der Unterwelt. Und die Zauberer aus dem Pendrum kamen zusammen und versiegelten den Dragenhort ein zweites Mal, auf daß kein Mensch ihn jemals wieder finden noch öffnen könne. Doch viele Generationen später kamen die Wesen der Unterwelt erneut über das Land. Und dieses Mal konnten die Verdammten schnell bezwungen werden, denn das Land war so stark wie nie zuvor. Auch blieb die Höhle des Schlinger vor den Augen Bölnirs verborgen. Bis zum heutigen Tage schläft der Dragen in seinem Hort, und mit ihm alle Helden, die ihn bekämpft haben. Doch die Legenden berichten auch davon, daß er eines Tages wieder erwachen wird. Dann wird er erneut über das Land wüten, und mit ihm die Balgwandler und Siechbringer und alle Streiter der Unterwelt, und sie werden sein wie Schatten in der Nacht."

Bermann der Jäger, Sohn des Trautmann, aus der Sippe des Beldan vom Stamm der Gerander

Das Einhorn
Bei der Besiedelung Bretoniens soll es auch Einhörner gegeben haben, jedoch wurde stets nur ein einzelnes solcher Tiere gesehen, woraufhin man davon ausging, daß es nur eines gab. Schließlich äußerte der damalige Fürst, daß er gerne dieses Einhorn besitzen wolle.
Daraufhin machten sich sämtliche Drachen-, Elfen-, Kopfgeld- und Einhornjäger auf die Suche nach diesem Tier. Allerdings kam es daraufhin zu einem sehr großen Mißverständnis, denn so wollte der Fürst das Tier besitzen, die Jäger jedoch brachten dem Fürsten ca. 20 Hörner dieses edlen Tieres, die Einhörner selbst wurden alle erlegt. Schließlich konnte man daraufhin schlußfolgern, daß es mehr als eines solcher Tiere gab und daß diese Rasse in Bretonien letztendlich ausgestorben war. Die Jäger, welche die Gaben brachten, wurden hingerichtet oder verschwanden auf die Oger - Insel.

Samson der Schlächter
Eine weitere bretonische Legende ist der einstige Heerführer Bretoniens Samson der Schlächter, wobei sein richtiger Name Samson von Rosenstolz war.
Doch schon bald bekam Samson den schrecklichen Titel, da es ziemlich treffend seine Vorgehensweise bezeichnete. Was ihn zur Legende macht ist der Punkt, daß er unbezwingbar war. Des weiteren war er bis zum heutigen Tage der einzige Heerführer Bretoniens, der eines natürlichen Todes starb. Jedoch war Samson ein grausamer Mann. Das Heer, welches er dirigierte war mehr eine mordlüsterne Masse denn ein stattliches Heer. Die Kämpfe die geführt wurden, geschahen jedes Mal ohne Rücksicht auf eigene Verluste, und jedes Mal wurde das gegnerische Heer komplett ausgelöscht, ohne Überlebende, ja, es wurde sogar jedem Gegner der Kopf abgetrennt. Man sagt, Samson habe in seiner Feste eine Sammlung von Schädeln der gegnerischen Anführer gehabt, und des weiteren wird behauptet, daß diese Sammlung noch existiert. Schließlich mischte sich Samson auch noch in innenpolitische Angelegenheiten ein, er fing an, das Heer gegen eigene Bürger schon bei kleinen Vergehen einzusetzen. Es führte dazu, daß es in der Kerkerfeste auf der Oger- Insel bald keine Gefangenen mehr gab, und letztendlich gab es dann auch ernsthafte Unterredungen im "House of Lords", doch wollte erstens keiner dem Heerführer zu Nahe treten, und zweitens war er trotz allem sehr erfolgreich. Als dann Samson der Schlächter aber anfing, Vertreter der dunklen Mächte und Ausüber der schwarzen arkanen Künste im Heer anzustellen, wurde die Angelegenheit dem Regulator in die Hände gelegt, das Problem zu lösen. Fast wäre es zu einem Regierungssturz durch Samson gekommen, doch man einigte sich gütlich über einen Rücktritt, nach der längsten Amtsperiode eines Heerführers. Nachdem Samson mit seinem Söldnertrupp ins Ausland ging und einige Unruhe stiftete, kam er als einziger in seine Heimat zurück. Er starb friedlich auf seiner Feste im Alter von 85 Jahren. Er erhielt ein Staatsbegräbnis und gilt als Legende, nicht wegen seiner Ideale und seiner Vorgehensweise, sondern wegen seiner Unbezwingbarkeit, seines Mutes und seiner Siege für Bretonien.

Gunter der Löwe
Gunter der Löwe ist einer der größten mentarischen Helden, der im Jahre 888 (308 ndE.) - vermutlich im Dheister - gestorben ist. In seiner Begleitung befand sich einer der seltenen mentarischen Berglöwen.
Er war der Sohn eines armen Bauern, der die Gunst des Grafen von Apelhagen gewann, indem er dessen Tochter vor einem Rudel hungriger Wölfe beschützte. Der Graf nahm ihn daraufhin in seinen Dienst auf. Nach vielen Jahren treuer Dienste und heldenhaften Taten bekam Gunter die Freiherrenwürde verliehen. Gunter wurde im Jahre 891 (311 ndE.) von der arelitischen Kirche heilig gesprochen.

Die Ballade von Gunter dem Löwen

In einem Steingrab ruhet
Der tapfere Recke aus,
Gunter der Löwe ruhet
Im Walde voller Graus;
Es liegt auf Gunters Grabe
Gleichwie auf einem Schild,
Ein treuer Totenwächter -
Des Löwen ehern Bild;
Der Löwe konnt´ nicht weichen,
Von seines Herren Seit´,
Von ihm, der aus den Krallen
Des Lindwurms ihn befreit;
Wo auch der Recke wandelt,
der Löwe ziehet mit,
Ziehet mit ihm wie ein Schatten,
Auf jedem Tritt und Schritt;
In einem finstren Walde
War eines Hexers Heim,
Sein Zauber war so dunkel,
Wie seines Turmes Stein;
Viele arme Wandrer
Wurden Opfer seiner Macht,
Man hört sie heut´ noch klagen,
In jeder neuen Nacht;
So zogen Edelmann und Löwe
In diesen Walde ein,
Zu stell´n den Hexenmeister,
Im Turm aus schwarzem Stein;
Doch als des Helden Auge
In Todesnöten brach,
Der Löwe still und traurig
Bei seinem Herren lag;
Beim Helden ruht der Löwe,
Hält jeden and´ren fern,
Auf ewig wacht der Löwe
Bei seinem toten Herrn;
Drum mit des Helden Namen
Geht stolz, Jahrhundert´ lang,
Der Löwe wie im Leben
Noch immer seinen Gang.

Der Ork Zick Zunge
Die Geschichte um diesen Ork ist wohl die merkwürdigste und unangenehmste Geschichte Bretoniens. Doch es soll sich so zugetragen haben. Die Legende besagt, daß im Jahre 1053 der damalige Fürst Gregor of York nach einer Schlacht in seinem Gemach im Sterben lag. Er sollte in diesem Moment entscheiden, wer der neue Fürst sein soll; da seine beiden Söhne Zwillinge waren, also also gleichen Alters und auch gleicher Befähigung und er sich absolut nicht festlegen konnte, sprach er: "Da ich nicht entscheiden kann, wer nun sein soll, soll der es werden, der als erster mein Gemach betritt um nach mir zu sehen." Die Ritter runzelten die Stirn, alle hatten diese Außage falsch verstanden, denn just in diesem Augenblick sprang die Tür auf, und herein trat der Ork Zick Zunge. Er war zu diesem Zeitpunkt ein geheimer Bote des Fürsten, und umging stets die Wachen. Als er in den Raum platzte rief er zudem aus: " Mein Fürst, ich muß nach euch sehen!" Unglücklicherweise verstarb Gregor of York genau in diesem Moment. Und so kam es, denn es war der Wunsch des Fürsten gewesen, daß Zick Zunge zum Fürsten gekrönt wurde, zum Entsetzen des gesamten Fürstentums. Jedoch konnte dieser Zustand natürlich so nicht lange anhalten. Und so blieb Zick Zunge lediglich drei Tage Fürst, die er zu seiner Dummheit nicht voll ausgenutzt hat. Und so kam es wohl zum einzigen Male in der Geschichte Bretoniens zu einer Abstimmung des "House of Lords" ohne den Fürsten.
Es wurde entschieden, daß sich der Regulator dieser Sache annehmen sollte, und so ist der Fürst schon bald unglückliches Opfer eines Unfalls geworden. Die beiden Söhne wurden zusammen Herrscher Bretoniens, da einer von beiden bald durch einen Reitunfall gelähmt war, wurde die Situation bald eindeutig. Man munkelt, daß auch der darauffolgende Kreuzzug gegen die Orks im Zusammenhang mit dieser Geschichte stehen soll. Diese Geschichte ist ein dunkles Kapitel in der Historie Bretoniens, und es wird nicht gerne gesehen und gehört, wenn man über diesen Vorfall heute spricht...

Die fünf Weisen
Die Geschichte um die fünf Weisen ist eine gar mystische. Als Bretonien begründet wurde, da dachte man noch nicht einmal an eine Organisation von Magier, geschweige denn an eine Akademie oder Gilde. Doch damit die Magie in Bretonien nicht wild und unkontrolliert betrieben wurde, bat der damalige Fürst fünf der weisesten und mächtigsten Magier im Lande, eine Art Rat zu bilden. Es kam zu einem gigantischen Auswahlverfahren, bis schließlich fünf gefunden waren. Es waren alles alte, glatzköpfige Männer, welche weise und machtvoll waren. Der Regent ließ sogar fünf Türme für die Weisen bauen. Fortan entschieden sie über die Magie und deren Ausübung im Lande. Doch waren sie oft sehr hart und streng, ja, geradezu grausam, niemand durfte sie in ihren Arbeiten stören und sie vollführten immer unheimlichere Experimente. Sie straften Versagen oft mit dem Tode oder mit noch schlimmeren. Doch keiner wagte ihnen Einhalt zu gebieten, und wenn, man hätte es nicht gekonnt. Die Situation geriet außer Kontrolle, die Männer, welche die Magie kontrollieren sollte, waren unkontrolliert geworden, und sie wurden immer mächtiger, so daß man sie nicht mehr aufhalten konnte. Schließlich kam der damalige Kanzler auf die Idee, die Weisen gegeneinander auszuspielen, was das Problem hoffentlich lösen sollte, und das tat es auch, mehr oder weniger. Denn nachdem in ihren Kreisen ein Intrigennetz gesponnen wurde, fingen sie an, sich gegenseitig zu mißtrauen, und schließlich zu bekämpfen. Es kam im Stahlgebirge zu einem fürchterlichen Magiergefecht, welches gar fatale Ausmaße annahm.
Schließlich verschwanden bei der Auseinandersetzung alle fünf Weisen, ob sie tot sind oder in irgendeine andere Dimension verschwanden weiß man nicht, es bleibt ein Rätsel. Zur selben Zeit verschwanden auch die Türme, außer zwei, die fielen in Trümmer. Und so häuften sich in letzter Zeit auch die Stimmen aus Volk und Adel, daß drei der Weisen immer wieder gesehen wurden, aber stets unter mysteriösen Umständen, vielleicht kehren sie wieder...

Die Alben
"Die Alben aber, welche die ersten Kinder der Götter sind, lebten einen uralten Traum, in der die Welt von Magie durchwirkt und alles eine eigene Seele besaß. Die Menschen aber erkannten diesen Traum nicht.
Und Hernir und Yrdis mußten bald erkennen, daß die Alben in der Welt der Menschen keinen Platz fanden. So schufen sie eine vierte Welt: Albenheim."

Alfion liegt, dem mentarischen Dornentum zufolge, zwischen Dornheim und Manheim. Diese Welt, die von den Göttern aus den Träumen der Alben erschaffen wurde, kann nur durch ein paar wenige Zugänge betreten und verlassen werden - jedenfalls berichten das die Legenden.
Fakt aber ist, daß seit über tausend Jahren niemand mehr einen solchen Zugang finden, geschweige denn benutzen konnte. Die Priesterschaft der Dornen glaubt fest daran, daß die Alben die Zugänge zu ihrer Welt selbst verschlossen haben. Um ihre Heimat vor dem drohenden Untergang zu bewahren, verriegelten sie die Tore, auf daß nichts böses nach Albenheim gelangen könne - oder sollte eher nichts böses Albenheim verlassen können? Der Klerus des Areltums glaubt nicht wirklich an die Existenz dieses sagenhaften Landes. Albenheim sei nur eine Legende, die das Paradies auf eine andere Weise umschreibt.