Lordsire Geoffrey of Finchley

In Aengelland aufgewachsen, durchlebte Geoffrey of Finchley mit dem jungen Knaben Richard of York die Knappenausbildung und wurde später der erste Ritter des Barons Richard of York. Als dieser dazu berufen wurde, die Krone des Fürstentum Bretonien auf sein Haupt zu setzen, folgte Geoffrey of Finchley ihm; auch im Wissen, dass er als fünfter Sohn eines als Hurenbock und Säufer verschrienen Vaters kein Anspruch auf Wohlstand und Titel in seiner alten Heimat erreichen vermochte.

Als engster Vertrauter, Freund und erster Ritter des Fürsten Bretoniens zielt sein Handeln und Tun alleinig auf die Sicherung der Krone ab. So stellte er einen der stärksten Widerparts gegen die fränkische Liga, welche dereinst von Reginald front de Boef angeführt wurde und die für die Einsetzung eines fränkischen Königs stritt. Daher endeten nicht wenige House of Lords in einem Eklat oder waren geprägt von gegenseitigen Blockadehaltungen. Auch, wenn er im Jahr 1199 eine Abstimmung zu seiner Entlassung mit überwältigender Mehrheit im House of Lords überstand, trat er wenige Wochen von seinem Amt als Kanzler zurück; auf dass ein Franke dieses Amt übernehmen und so die fränkische Liga beruhigt werden konnte. Mit dem Rückzug des damalige  Kanzlers Aurel Armant und des darauffolgenden Kanzlers Heinrich von Reims von den Amtsgeschäften trägt Geoffrey of Finchley wieder seit dem Jahr 1206 die Amtskette des Lordkanzlers. In seiner Amtszeit ist Bretonien zu wirtschaftlicher Blüte aufgestiegen; wovon vor allem er selbst stark monetär profitiert.

So der Lordsire eine starke und teure Rüstung und eine beträchtliche Waffensammlung besitzt, lehnt er jeden Kampf ab. Er selbst habe keine Freude am Kampf, wird er zitiert. „Wieso soll ich meine Kleidung mit Blut besudeln, wenn es auch Wein sein kann; wieso einen Verwundeten ins Lazarett tragen, wenn man auch eine Frau ins Bett tragen kann?“ Da er in jungen Jahren ein vortrefflicher und wilder Kämpfer war, vermutet man, dass ihn die Kriege und die Gräuel der Kriege in LeHawre, Aredroque, Mentarien und Barsaiva, aber vor allem die Befreiung seines Freundes Richard aus dem Fängen der TorogNai umdenken ließen.  So stellte die Feder für den Schreiber des Königs die einzige Waffe dar, welche er gerne führte und eine stetig neue Garderobe die einzige Rüstung, die er trug.

Doch mit den Jahren kam der Rost und mit dem Rost die Erkenntnis, dass es für Rost noch viel zu früh ist. Und so stellte Lordsire Finchley sein Amt als Lordkanzler jüngst zur Verfügung, gab sein Lehen zurück und verließ Bretonien um wieder in die Welt hinaus zu ziehen als der Haudegen, der er ist.

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