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Neuigkeiten aus Bretonien

Goldener Splitter in Amaris geborgen


Amaris im zehnten Monat des Jahres 1218


Nachdem sich die Wehr von Bretonien schon Anfang des Sommers mit Morgains Fluch in Amaris konfrontiert sah, hatte der Stoßtrupp um den Gardisten Peter Fleischer Unterstützung von Sir Robin of Morest, Pater Dominic und seinen Reginaldinern bekommen.
Gemeinsam zogen sie erneut aus, um den Wald vor Amaris von schwarzen Rosen zu reinigen und deren Ursprung zu finden.

Am einst herrlichen Weiher, der nunmehr einem ausgedörrten Tümpel gleicht, sind sie auf einen Krater mit schwarzer Erde gestoßen, der sich stark wehrte, seinen Schatz preiszugeben.
Die Hände mit heiligem Wasser der Herrin vom See gereinigt, vermochte einzig eine kleine Rekrutin reinen Herzens einen goldenen Splitter aus den Fängen des korrumpierten Bodens zu bergen.

Der Trupp kehrt nun in die Heimat zurück um Bericht zu erstatten und herauszufinden, ob es sich wahrhaftig um einen Splitter des Grals der Freundschaft handelt.

Erster Gralssplitter in Montfort gefunden

Montfort, 21. Tag im 5. Monat des Jahres 1218

Schon Anfang des Jahres war Sir Robin of Morest in der Nähe des Sumpfmoors auf Schergen des Kultes der Schwarzen Rose getroffen, die eine verschlüsselte Karte bei sich hatten. Nachdem er der Karte habhaft werden konnte, wurde die Karte in Westerholt entschlüsselt.
Leider verbarg sich hinter dieser Verschlüsselung eine weitere Verschlüsselung und die war so kryptisch, dass außer einer Abbildung einer Krabbe nichts aus der Karte abzulesen war.

Da die Krabbe das Wappentier der Lordkonsulin, Lady Katalina Alinor de Montfort-Bigot ist, nahm man an, die Kultisten würden sich über kurz oder lang in Montfort einfinden.
Wachsam ließ die Lordkonsulin ihre Truppen patroullieren, aber nichts wies darauf hin. Man dachte daher eher daran, dass diese Karte vielleicht bewusst gestreut wurde, um Unsicherheit und Verwirrung zu stiften.

Auf der diesjährigen Sommerfrische in Todtshorn, nahe der Stadt Cocherel in Montfort, musste man dann leider feststellen, dass dem nicht so war. Sir Ulrich von Scharfenberg, tirdanischer Berater und rechte Hand von Lady Katalina wurde während der Festlichkeiten niedergeschlagen und entführt, woraufhin sich die gesamte Festgesellschaft an die Fersen der Entführer machte, um ihn wieder zu befreien. In einem unzugänglichen Waldstück holte die Gesellschaft, bestehend aus dem Lordkanzler, Lordsire Maurice, Sire Robin,  Sire Aleidis, Sire Mandred, dem Dros Rocker Jarl Laertes und dem Yddländer Sire Ottokar - wie auch der Dame Lady Agnes von Norderforst, der Dame Skadi, Beschließerin des Jarls, Lady Freya, der überaus fähigen Heilerin Claire Huntington, sowie den Knappen Alexander und Jasiba und Mägden und Knechten - die Schergen der Morgaine ein und befreite Ulrich. Leider jedoch ließen die Kultisten nicht locker. Offenbar suchten sie nach der "Mördergrube". Geschwächt von den Überfällen, aber voller Zorn und mit tiefer Leidenschaft machte sich die Gesellschaft zur Mördergrube auf, wo sie einige Kultisten, die leider in der Überzahl waren, überraschten, wie sie etwas ausgruben. Nach einem heftigen Kampf konnte die Gesellschaft obsiegen und das ausgegrabene Behältnis sicherstellen.

Wie sich später herausstellte, war das Gefäß mit einem Schutz umgeben, der gewährleisten sollte, dass nur aufrechte und rechtschaffende Menschen an den Inhalt gelangen konnte. Lady Constance de Bracy, später angereist, konnte aufklären, dass es sich dabei um einen Schutz der Herrin vom See handeln würde. Der Schutz konnte nur durch das Lösen verschiedener Questen und einem abschließenden Gebet an die Herrin vom See gelöst werden. Lohn der Arbeit: das Gefäß verbarg einen Splitter des Grals der Freundschaft!!!
Wahrscheinlich war es der Herrin möglich, diesen einen Splitter vor dem Zugriff der Schergen der Schwarzen Rose zu bewahren, weil dieser sich in Bretonien befand. Vielleicht auch durch die besondere Nähe zum Feenweiher, an dem sich noch heute ab und an eine Magd der Herrin vom See zeigt. Vielleicht waren es auch die treuen Herzen des Sir Robins und Sir Mandreds sowie Lordsire Maurice, die große Verehrer der Herrin sind. Vielleicht war es aber auch der Lebenshauch der Damen, denn wie wir wissen, haben die Frauen eine besondere Beziehung zu der Herrin vom See. Vielleicht war es aber auch der freundschaftliche Geist, der die Festgesellschaft einte.

Man weiß es nicht. Sicher ist nur: der erste Splitter ist gefunden. Und damit gibt es wieder Hoffnung!

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Zufälliges aus Bretonien

Chevalier Hector Corentin Vexinois de Morel (Der weiße Elefant)

Hector stammt aus dem Herzogtum Vexin. Das Land der Familie Morel liegt im Fief Beuvalle am südlichen Rand des Herzogtums. Dies Land liegt inmitten des verzauberten Waldes (Forêt Ensorcelé).
Die Wurzeln der Familie Morel liegen allerdings nicht im Vexin. Seine Urahnen sind vor langer Zeit aus südlichen Gefilden in den Beauvalle gekommen. Die genaue Herkunft ist allerdings in Vergessenheit geraten. Nur das ungewöhnliche Familienwappen verrät noch den südlichen Ursprung.
Viele halten Hector für einen Lebemann und Pfeffersack.
Aber als Dienstritter des Herzogs  Jehan II und Bretonischer Brückenvogt, versteht er es seinen Standpunkt deutlich zu machen. Auch wenn er dafür selten das Schwert wählt. Aber am Ende ist ja alles eine ritterliche Waffe.
Und nicht ohne Grund laute sein Motto „Donnant - Donnant“ was so viel wie „Gleiches wird mit Gleichem vergolten“ bedeutet.
Hector ist Gründungsmitglied des Ritterbundes der Hungerleider. Seitdem sein Ritterbruder Hoël Etienne de Bedion verschwunden ist, ist er allerdings auch das einzige Mitglied.
So bereist Hector die Fremde auf der Suche nach seinem Glück, seinem Herzog Jehann, seinem Ritterbruder Hoël und eigenen Elefanten. Die Reihenfolge seiner Prioritäten lässt sich innerhalb weniger Augenblicke feststellen.

Lordsire Don Vincent de Castello de Bahia

Don Vincents Familie stammt ursprünglich aus Portucalia. Erst in den Aengellanden lernte Don Vincent Richard von York kennen. Mit ihm zog er nach Bretonien.

Vincent lebt getrennt von seiner Frau und seinen drei Töchtern. Diese wohnen in Portucalia bei seinem Vater und seiner Schwester, sie sehen sich nur zu familiären Anlässen die Kinder betreffend. Don Vincents Vater ist eine Art Senator und sehr einflussreicher Mann in Portucalia.
Ehemals war er der Earl von Lex Port, jetzt hat er einige Ländereien bei Neu York und hält sich meist bei Hofe in der Nähe des Königs auf.
Don Vincent (wird meistens so angesprochen) ist ein alter Haudegen und treuer Wegbegleiter von Richard von York.

Mit Reginald Front de Boeuf, Heinrich von Reims, Geoffrey of Finchley,
Montaign de Bracy und Marcellus du Lascard verbindet ihn eine enge Freundschaft, und gemeinsam bestritten sie unzählige Abenteuer und prägten die bretonische Ritterschaft und ihre Sitten.

Don Vincent wählte nur selten Knappen aus und hält sich nie großes Gefolge, obwohl er äußerst gute Kontakte zu einer Waldläufer Spezialeinheit sowie der 9. Infanterie Division (“Die Neunte”) hält und sich bei der Etablierung dieser Einheiten sehr engagiert hat, bevor die 9. der Lordregulation unterstellt wurde. Unter anderem waren Lordsire Marcellus du Lascard und auch Bebe seine Knappen.
Als Heerführer des Bretonischen Reiches erzielte er große Erfolge im Kampf um Aredroque (The Rock), Le Havre, Rabenstein und bei Ausflügen nach Mitraspera. Auch als Diplomat erreichte er bei Verhandlungen in der Torog Nai so manche Wendung und Überraschung und war u.a. beim Aushandeln der Verträge mit dem dunklen Reich eine Schlüsselfigur. Um diese Verträge gab es bei Bündnispartnern und in der gesamten Mittellande meist negative Reaktionen und viel Mißmut, bis hin zu Eklats und Staatskrisen, worauf sich Don Vincent vom Posten des obersten Heerführers, der Politik und aus dem öffentlichen Leben zurückzog. Selten reist er ins Ausland, aber vor kurzem konnte er seine Melancholie abschütteln und man munkelt, er wird künftig häufiger wieder auf Reisen sein.

Der Tod von Reginald Front-de-Boeuf hat Vincent hart getroffen, das spurlose Verschwinden von Richard (Entführung) nahm ihn ebenfalls sehr mit. Anfangs verachtete und missbilligte er das Götzentum und den Wahn der Jünger des Ordens der Reginaldiner. Inzwischen sieht er wohl die Kraft und die Hingabe dieses Ordens und respektiert dieses Erbe seines Freundes Reginald. Doch mit Religionen tut sich Vincent bis heute sehr schwer, den Glauben an die Herrin vom See geht ihm Nahe, doch ist es für ihn mehr Legende.

Er verachtet Sire Dragan D'Ornbusse, den Verräter und Mörder und sehnt sich nach Vergeltung. Meist mißmutig und etwas zwielichtig distanziert er sich oft von geltender Etiquette und Konventionen der Ritterschaft, jedoch stets um das Wohl Bretoniens und seiner Landsleute bedacht.

 


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