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Höret, was da klingt!

Tötötöröö, Tötötöröö, TötötörÖÖhö, Tötötöröö
 
Klingen etwa bald die Hochzeitsglocken? Unser Informant in der Lordkanzlei hat Wind davon bekommen, dass unser gepriesener König Richard Lordkanzler Bebe damit beauftragt hat, einen würdigen Ehemann für die Lordkonsulin Katalina de Montfort-Bigot zu finden.
 
Keine einfache Aufgabe, ist der Heiratsmarkt auf Grafenniveau doch nicht gerade groß. Damit nicht genug, musste der Lordkanzler ihr noch in die Hand versprechen, nicht gegen ihr Herz zu handeln. Jetzt werden Sie sagen: „Was haben Herz und Ehe denn miteinander zu tun?“  Hier müssen wir kurz nachfassen und unsere Leser aufklären: Es gibt in höheren Kreisen manchmal die Möglichkeit, dass auch Emotionen bei der Hochzeit eine Rolle spielen.  Die sogenannte Ramontik ist en vogue! Gerade bei Leuten, die schon alles besitzen und bei denen materielle Wünsche oder schnöde Existenzfragen nur ein müdes Lächeln hervorrufen, scheint dieses neumodische Accessoire im Kommen.
 
Aus gut informierten Kreisen haben wir erfahren, dass die Bewerber Schlange stehen um Katalina ehelichen zu dürfen. Sie selbst nimmt davon wohl nur am Rande Notiz und scheint nicht über die Maße tangiert. Auch aus dem Ausland erreichen die Lordkanzlei Heiratsanfragen. So hat Akron bereits Interesse signalisiert. Ob das was wird?
 
Zu Ohren gekommen ist uns auch die Geschichte von Minorlord Theodor dem Hässlicheren, der heftig um die Gunst der Lordkonsulin buhlt. Zu Beginn ließ er fahrende Spielleute vor der Burg Montfort aufziehen und drei Tage und Nächte Liebeslieder trällern. Erst am vierten Tag gelang es einer der Burgwachen unter tosendem Jubel dem bis dahin stetig ausweichenden Sänger mit einem Bolzen in die Brust einen röchelnden Schlussakkord zu entlocken.
 
Zuletzt erreichten uns Berichte, dass der Minorlord selbst nach Montfort gereist sei und sich momentan in der Schlinge eines Trebuchets befände. Seine Forderung sei ein persönliches Treffen mit Katalina, bei dem er um sie minnen will. Sollte diesem Wunsch nicht Folge geleistet werden, wolle er sich mithilfe des beachtsamen Gegengewichts selbst auf den Weg in die Burg machen. Wir fragen uns: Wird er wie ein Pfeil direkt in ihr Herz fliegen oder doch unter großem Hallo mit seinem letzten Atemzug die Mauer des Bergfrieds umarmen?
 
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Und hier noch ein Ausblick auf die nächste Ausgabe: Der Frühling ist da! Die Blumen fangen an zu blühen und die Äpplerpollen beginnen ihren Feldzug gegen ihre Opfer. Höchste Zeit, einen Blick auf die bretonische Flora zu werfen.
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(Abb.: falls hier Akron sein Heiratsangebot durch den Landstreicher und Aufschneider Rasmus überbringt, ist das wohl keine gute Idee. Die Miene der Lordkonsulin spricht jedenfalls Bände. Vielleicht ist es aber auch nur der Geruch, der von Rasmus auszuströmen pflegt.)

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